Tag Archives: Mieter

Eine neue Immobilienplattform mit einem völlig neuen Ansatz

coozzy.com ist ein junges Unternehmen, das eine neue Immobilienplattform im Internet entwickelt hat. Die Idee ist, dass Mieter wie auch Vermieter ähnlich wie auf einer Dating-Plattform über Übereinstimmungen im Profil zusammen gebracht werden können. Mietinteressenten haben die Möglichkeit, entweder auf der Plattform konventionell nach Wohnungen zu suchen und dem jeweiligen Anbieter eine entsprechende Anfrage zu stellen oder – und das ist das Neue – sie können ein eigenes Profil erstellen, in dem sie sich und ihre Vorstellungen der Immobilie beschreiben. Wichtige Dinge wie Lage, Mietpreis, wie viele Personen, Haustiere usw. sind dann dem potentiellen Vermieter schon bekannt, wenn er das entsprechende Profil besucht. Sollte dem Vermieter das Profil zusagen und er ein Objekt hat, was passen könnte, gibt es ein sogenanntes Match.
Natürlich können Vermieter auch ein Profil erstellen, worin beschrieben ist, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit es zu einem Besichtigungstermin bzw. zu einem Vertragsabschluss kommt. Der Algorithmus des Systems erkennt den Grad der Übereinstimmungen, so dass man sowohl als Suchender als auch als Anbieter bereits im Vorfeld entscheiden kann, ob ein Besichtigungstermin überhaupt Sinn hat.
Wenn es zu einem eindeutigen Match gekommen ist, kann mit einem Klick Kontakt aufgenommen werden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. coozzy.com beschreitet mit dieser Idee wirklich neue Wege in der Immobilienvermittlung. Das Prinzip, über Übereinstimmungen (Matches) Mieter und Vermieter zusammen zu bringen, spart Zeit, ist effektiver und absolut transparent. Beide Seiten wissen wesentlich mehr von dem jeweils anderen, bevor man sich zum ersten Mal kontaktiert.

Was gehört in die Heizkostenabrechnung?

Alle Jahre wieder sorgt die Heizkostenabrechnung in zahlreichen deutschen Haushalten für erhitzte Gemüter. In diesem Jahr werden Mieter erneut mit einer deutlichen Verteuerung der Heizkosten rechnen müssen. Die Jahresabrechnung 2013 könnte um bis zu 18 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, schätzt der Deutsche Mieterbund. Ein Grund mehr, die Abrechnung besonders gründlich unter die Lupe zu nehmen. Welche Informationen die Heizkostenabrechnung enthalten muss und wie Sie gegen unzulässige Abrechnungen vorgehen, verrät unser Ratgeber.

Abschnitte dieses Artikels: Read more »

Urteil: Mieter zahlen Abfallbeseitigungsgebühren nicht – Hauseigentümer haftet!

Zahlen die Mieter einer Wohnung die fälligen Abfallbeseitigungsgebühren nicht, so ist die Behörde nach Urteil des VG Neustadt berechtigt, nachträglich die ausstehenden Gebühren vom Hauseigentümer zu fordern.

Der Sachverhalt

Der Kläger ist Eigentümer mehrerer von ihm vermieteter Anwesen in Pirmasens. Auf seinen Antrag wurden die Abfallbeseitigungsgebühren für diese Wohnungen von der beklagten Stadt Pirmasens direkt gegenüber den Mietern festgesetzt. Verschiedene Mieter beglichen in den Jahren 2006 bis 2008 diese Abfallentsorgungsgebühren nicht vollständig. Deswegen zog die Beklagte den Kläger in den Jahren 2009 und 2011 als Eigentümer zu offen gebliebenen Abfallentsorgungsgebühren in Höhe von insgesamt 1.500 € heran. Read more »

Kein gewerblicher Musikunterricht ohne Zustimmung des Vermieters

Der Bundesgerichtshof hat heute seine Rechtsprechung zur Nutzung von Mietwohnungen in einem Urteil (VIII ZR 213/12) weiter präzisiert. 

In dem strittigen Fall hatte der Vermieter einem Mieter außerordentlich nach §563 BGB gekündigt. Als Begründung gab der Vermieter an, dass der Mieter bereits über mehrere Jahre hinweg in der Wohnung ohne seine Erlaubnis Gitarrenunterricht erteilt habe. Das sei eine unerlaubte gewerbliche Nutzung. Zudem habe der Unterricht durch den damit verbundenen Lärm den Hausfrieden unzumutbar beeinträchtigt.
Es sei durch den Lärm zu Streitigkeiten mit den anderen Mietern gekommen.
Die Vorinstanzen gaben dem Vermieter Recht. Auch die Revision vor dem Bundesgerichtshof hatte keinen Erfolg. Der Bundesgerichtshof folgte der Ansicht des Vermieters. Damit blieb der BGH bei seiner Ansicht, dass freiberufliche oder gewerbliche Aktivitäten in zu Wohnzwecken angemieteten Räumen, welche nach außen in Erscheinung treten, vom Vermieter nicht hingenommen werden müssen. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben kann der Vermieter zwar verpflichtet sein, eine Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung der Mietimmobilie zu geben. Das setzt allerdings voraus, dass es bei der Nutzung zu keiner weitergehenden Beeinträchtigung als bei einer normalen Nutzung kommt. Der Gitarrenlehrer hatte nach eigenen Angaben an drei Werktagen rund zwölf Schüler. Bei einer derartigen Nutzung komme die Regelung nach Treu und Glauben nach Ansicht der Bundesrichter nicht in Betracht.
Der Deutsche Mieterbund sieht in dem Urteil eine Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung.
Der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten: „Es bleibt aber bei der früheren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH VIII ZR 165/08), wonach Berufseinsteiger oder Heimarbeiter auch in den eigenen vier Wänden tätig werden können. Voraussetzungen sind, dass keine unzumutbaren Belästigungen für die Mitmieter eintreten, sich der Wohnungscharakter nicht ändert und der Mieter keine baulichen Veränderungen oder gar Beschädigungen der Wohnräume vornimmt.“
 
Original-Artikel:
http://news.immobilienscout24.de/

Die Erstellung eines Mietspiegels

Die Erstellung eines Mietspiegels obliegt den Gemeinden gemeinsam mit Vertretern der Mieter- und Vermieterseite. Dazu gehören:

 

das Bauamt einer Stadt oder das städtische Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen

Ortsvereine des Deutschen Mieterbundes

Haus-, Grund- und Wohnungseigentümervereine der betreffenden Gemeinde Read more »

Urteil Mietminderung: Kaltes Wohnzimmer – kaltes Bad – kalte Mietwohnung

Der Vermieter muss für eine sogenannte “Behaglichkeitstemparatur” von 20-22 Grad in den Haupträumen und 18-20 Grad in den Nebenräumen sorgen, wenn er Wohnung mit Heizung vermietet, so das Urteil des AG Köln. Auch muss die Wärme in den einzelnen Räumen regelbar sein. Aus dem Urteil des AG Köln geht hervor, dass unabhängig davon, wie alt ein Heizsystem ist, der Vermieter für eine sogenannte “Behaglichkeitstemparatur” von 20-22 Grad in den Haupträumen und 18-20 Grad in den Nebenräumen sorgen muss, wenn er die Wohnung mit Heizung vermietet. Zudem muss der Mieter die Möglichkeit besitzen, die Wärme zu regulieren.

Der Sachverhalt  
Nach einer Mitteilung der Deutschen Anwaltshotline, ging es in der gerichtlichen Auseinandersetzung um eine 65 Quadratmeter große Wohnung mit Bad, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Diele in einem 1964 erbauten Haus. Die Mieter monierten mit einem von ihnen gefertigten Raumtemperaturmessungs-Protokoll, dass eine Beheizbarkeit der Wohnung auf 20 Grad Celsius praktisch nie erreicht wird. Zudem müssten sie durchschnittlich sieben Mal am Tag stoßlüften, damit sich kein Schimmel bilde. Weshalb sie das letzte Jahr über jeweils jeden Monat einen Teil der Miete einbehalten hatten. Eine Mietminderung, mit der die Hauseigentümer allerdings nicht einverstanden waren und deshalb nun das ausstehende Geld einklagten.  Das Urteil des Amtsgerichts Köln   Die Kläger bekamen Recht – jedoch nur zum Teil. Zur Überzeugung des Gerichts steht fest, dass die Wohnung mit Fehlern behaftet war, die ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch eingeschränkt haben. Der Sachverständige hat in seinem Gutachten ausgeführt, dass an dem Tag der Ortsbesichtigung eine Temperatur von 19 Grad in der Wohnung – bei 7 bis 8 Grad Außentemperatur – gemessen worden sei. Die Heizung sei nur zentral (in der Küche) regulierbar, eine Einzelregulierung der jeweiligen Heizungen in den einzelnen Zimmer sei nicht möglich. Dies entspreche nicht mehr den heutigen gesetzlichen Anforderungen. Aufgrund des Baus der Heizung, nämlich Beheizung durch Fußleistenkonvektoren die in Reihe geschaltet sind, sinke die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit steige an, was es notwendig mache, öfter als 2 bis 3 mal am Tag in der Wohnung Stoß zu lüften. Diese Ausführung der Heizung ließe es nicht zu, entsprechend den heutigen Vorschriften, die Räume ausreichend zu beheizen. Für eine erhöhte Kondensation in der Wohnung sei ebenso prinzipiell die Raumbeheizung verantwortlich.   Read more »

Änderungen im Mietschutzrecht: Mieterbund kritisiert Vorhaben

Der Mieterbund kritisiert die geplante Mietrechtsänderung der Bundesregierung. Erleichterungen bei der Gebäudesanierung und einfachere Kündigungen könnten in Zukunft zu Lasten der Mieter gehen.

Nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes (DMB) sind es künftig die Mieter, die faktisch die Kosten für das von der Koalition geplante Gesetz zur Mietrechtsänderung zahlen. Die Bundesregierung plant demnach mit der Abschaffung des Mietminderungsrechts die energetische Gebäudesanierung für den Vermieter in Zukunft attraktiver zu gestalten. Read more »