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    APA ots news: Allianz Invest sieht Dividendenaktien als Stabilitätsanker in volatilem Umfeld

Wien (APA-ots) – Im ersten Halbjahr hat sich die globale Wirtschaft   weiter abgeschwächt, belastet von der Euro-Peripherie als auch von einer fortlaufenden Abkühlung in den Schwellenländern. Für das kommende Quartal empfehlen die Allianz Experten Privatanlegern eine weiterhin ausgewogene Gewichtung zwischen Aktien und Anleihen. Langfristig können Dividendentitel sowohl in einem Inflations- als auch in einem Deflationsumfeld punkten, wie eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors zeigt.

Wirft man einen Blick auf die volkswirtschaftlichen Indikatoren, so zeigt sich ein global gesehen stark differenziertes Bild: Während sich die globale Wirtschaft weiter abschwächt, entwickelt sich die US-Wirtschaft relativ stabil. Die Inflation ist konjunkturbedingt rückläufig und der jüngste Ölpreisrückgang sollte diesen Trend verstärken. Notenbanken fahren global einheitlich einen expansiven Kurs, wobei zusätzliche Maßnahmen von FED und EZB nicht ausgeschlossen sind. “Politische Risiken und die Schuldenkrise in der Eurozone haben sich zuletzt deutlich verschärft und dürften zusätzliche Integrationsschritte der Eurozone bewirken”, erklärte Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, am Mittwoch vor Journalisten.

Zwtl.: Langfristig: Dividenden als Stabilitätsanker

 

In einem derart volatilen Umfeld bereiten vielen Anlegern vor allem die rasant gestiegenen Staatsschulden große Sorgen – denn in der Vergangenheit haben die Staaten verschiedene Strategien verfolgt, um sich ihrer Schulden zu entledigen – etwa durch höhere Inflation oder Steuererhöhungen und Einsparungen. “Hohe und nachhaltige Dividendenrenditen haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Stabilitätsanker in einem schwierigen Marktumfeld erwiesen”, kommentierte Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG, die Ergebnisse einer aktuellen Allianz Global Investors-Studie. Diese zeigt, dass vor allem in Krisenzeiten Anleger mit Dividendenaktien profitieren. Befanden sich die Renditen am Aktienmarkt insgesamt auf einem niedrigeren Niveau, zahlten sich Dividendeninvestments zumeist stärker aus als marktbreite Investments. “Bei unseren Dachfondsveranlagungen im Aktiensegment sind Dividendenstrategien ein maßgeblicher Baustein in der Diversifikation”, so Ramberger.

Zwtl.: Dividenden im Inflations- und Deflationsumfeld

Die Studie untersuchte unter anderem den Erfolg einer Dividendenstrategie in Zeiten hoher Inflation. Vor den vergleichsweise moderaten Inflationsraten in den vergangenen dreißig Jahren war die Weltwirtschaft von den späten 1960ern bis in die frühen 1980er Jahre von sehr hohen Inflationsraten geprägt. Die Teuerungsrate stieg in Österreich beispielsweise im Jahr 1975 auf über 8 Prozent und in den USA sogar beinahe auf 15 Prozent. Die Dividendenstrategien schnitten im Gesamtzeitraum von 1967 bis 1982 besser ab als der breite Aktienmarkt oder Investments in festverzinsliche Anlagen: Mit einem realen Wertzuwachs von jährlich fast 4 Prozent konnten langfristig orientierte Anleger in einem inflationären Umfeld ihre Kaufkraft mit Dividendenstrategien nicht nur erhalten, sondern sogar steigern.

Der Einfluss von Dividendentiteln im deflationären Umfeld wurde am Beispiel Japans untersucht, wo die Preise seit mehr als 15 Jahren fallen. Laut Studie von Allianz Global Investors haben sich Aktien von Unternehmen, die trotz des schwierigen Marktumfeldes Dividenden an Aktionäre ausschütteten, durchschnittlich deutlich besser entwickelt als der japanische Gesamtmarkt, der seit seinem Höchststand Ende 1989 mehr als 50 Prozent an Wert verloren hat. Auch wenn Aktien mit hohen Dividendenrenditen in den 1990er Jahren ebenfalls großen Schwankungen unterworfen waren, konnten Verluste im letzten Jahrzehnt aufgeholt werden – über den Gesamtzeitraum konnte dabei eine positive Rendite erzielt werden. Rückwirkend lässt sich aus dem Vergleich einer US-Dividendenstrategie mit dem US-Gesamtmarkt über 60 Jahre ableiten, dass solche Strategien sich durchschnittlich besser entwickelt haben als der Gesamtmarkt. Als Ursache identifiziert Ramberger die besonderen Eigenschaften der Titel: “Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen stammen häufiger aus defensiven Sektoren wie Versorger, Energie oder Telekommunikation. In der Regel sind es große, etablierte Unternehmen mit soliden Bilanzen, die sich in schwierigen Marktphasen gut behaupten können.”

Zwtl.: Kurzfristig: Chancen für Anleger im dritten Quartal

Makrofaktoren und politische Events versprechen weiterhin hohe Volatilität und erfordern kurzfristige Flexibilität der Veranlagungsstrategie. “Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Anleihen und Aktien neutral zu halten, wobei Risiko durch Investitionen in Unternehmens- und High Yield-Anleihen sowie US-Aktien erhöht werden kann”, erklärte Bruckner die Anlagestrategie der Allianz für das dritte Quartal. Auf der Aktienseite empfiehlt die Allianz, die USA überzugewichten und Europa unterzugewichten. Aktienmärkte seien historisch sehr günstig bewertet, offerieren solide Bilanzen und attraktive Dividendenrenditen. Zyklisch könnten die Gewinne jedoch sinken, und Investoren befänden sich weiter im Rückzug aufgrund der generellen Risikoaversion. Ein solides Wachstum, eine defensive Sektorstruktur und stabilere Banken sprechen weiter für die USA. US-amerikanische Unternehmen verzeichnen den stärksten Gewinntrend und sollten stark von den rückläufigen Energiekosten profitieren. “Solange die politischen Risiken und die Risikoaversion hoch bleiben, tun sich europäische Aktien schwer; sollten diese Unsicherheiten durch stärkere Integrationsschritte und durch die EZB beseitigt werden können, winken hohe Erträge”, so Bruckner. Auf der Anleihenseite empfiehlt die Allianz, Emerging Markets-Anleihen und Unternehmensanleihen überzugewichten. Bei den Emerging Markets haben sich die Renditeaufschläge ebenfalls reduziert, bieten aber mit ca. 380 Basispunkten über US-Treasuries noch eine interessante Alternative. Das wirtschaftliche Momentum in den großen Ländern wie Brasilien oder China lässt zwar nach, aber die sehr günstige Verschuldungssituation spricht weiterhin für Emerging Markets. Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating bieten ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis und Schutz vor möglichen Renditeanstiegen bei Staatsanleihen.

Wenn man den Blick über kurzfristige Volatilitäten hinweg richtet, dürften gerade in dem derzeitigen von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld Dividendenstrategien ihre Stärken ausspielen. “Nicht nur, dass Aktien mit nachhaltig hohen Dividendenrenditen im aktuellen Niedrigzinsumfeld einen attraktiven ‘Kupon’ bieten, sondern ebenso wichtig ist: Sie können dem Portfolio eine gewisse Stabilität verleihen”, so Bruckner abschließend.

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Quelle: http://www.finanzen.net