Bei der Immobilienfinanzierung von der Leitzinssenkung profitieren

Ganz überraschend hat die europäische Zentralbank (EZB) diesen Donnerstag den Leitzins auf 0,25 Prozent gesenkt, um der noch immer schwierigen fiskalpolitischen Lage in den EURO-Ländern Einhalt zu gebieten. Die Finanz und Aktienmärkte reagieren prompt auf die Zinssenkung, welche bei den deutschen Verbrauchern gemischte Gefühle hervorrufen dürfte. Während sich Sparer und Anleger über die niedrigen Zinsen beklagen, können sich Immobilienkäufer über das historische Zinstief freuen.

 

Abschnitte dieses Artikels:

Leitzins als zentrale Stellschraube der Finanzwirtschaft

Die wirtschaftliche und finanzielle Lage in der EURO-Zone erholt sich in kriesengebeutelnden Staaten wie Griechenland oder Spanien nur gemächlich. Um den Verbrauchern in südeuropäischen Staaten die Aufnahme von Krediten zu erleichtern, hat die EZB diese Woche den Leitzins auf 0,25 Prozent gesenkt. Der Leitzins bestimmt als wichtiges fiskalpolitisches Instrumentarium den Zinssatz, zu dem die EZB ihre Finanzgeschäfte mit angeschlossenen Kreditinstituten abwickelt. Darüber hinaus beeinflusst er sämtliche Zinssätze einer Volkswirtschaft.

Zinstief langfristig nutzen

So richten sich beispielsweise auch die Zinssätze für Immobilienfinanzierungen nach dem Leitzins. Durch die jüngste Zinssenkung dürften Baufinanzierungen günstiger werden. Wer derzeit den Erwerb eines Hauses oder einer Eigentumswohnung plant, sollte sich für die Finanzierung die günstigen Konditionen möglichst langfristig sichern. Besonders rentiert sich nach der Ansicht von Experten eine Zinsfestschreibung von mindestens zehn Jahren bei Immobilienkrediten. Für Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung zahlen Kreditnehmer aktuell im Schnitt 2,5 Prozent Zinsen. Wird die Zinsfestschreibung auf 20 Jahre ausgedehnt, kostet der Kredit derzeit durchschnittlich 3,3 Prozent Zinsen. Allerdings gilt es trotz der historisch niedrigen Konditionen, den Abschluss einer Finanzierung nicht zu überstürzen. Denn kurz- und mittelfristig sollen die Zinsen nicht signifikant ansteigen.

 

Gelesen auf:

http://www.immobild.de/bei-der-immobilienfinanzierung-von-der-leitzinssenkung-profitieren/

Werkswohnungen gegen Fachkräftemangel und Wohnungsnot

2604998-werkswohnungen.jpg

Die so genannten Werkswohnungen galten in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit als aussterbendes Immobilienmodell. Zu hohe Verwaltungskosten bei wenig Rendite – diese Argumente bewegten große Unternehmen im vergangenen Jahrzehnt dazu, sich von firmeneigenen Wohnungen zu trennen. Vor allem in den Ballungszentren der großen Metropolen scheint sich dieser Trend nun jedoch ins Gegenteil zu verkehren. So investiert beispielsweise die Stadt München verstärkt in Werkswohnungen, was sowohl dem Wohnungsmarkt, als auch den Unternehmen selbst zu Gute kommt.

 

München baut neue Werkswohnungen

Werkswohnungen erfreuten sich in der jüngeren Vergangenheit sinkender Beliebtheit. So sank die Anzahl der Werkswohnungen laut einer Expertenstudie zum Bereich Wohnimmobilien im Auftrag der HSH Nordbank zuletzt auf bundesweit 340.000 Einheiten. Viele Unternehmen stehen dem Neubau firmeneigener Mitarbeiterunterkünfte skeptisch gegenüber. Eine Trendwende verzeichnet sich jedoch in den Ballungszentren der Großstädte. Beispielsweise investieren die Stadtwerke München rund 80 Millionen Euro in den Bau neuer Werkswohnungen. Bis 2020 will das Versorgungsunternehmen insgesamt 500 neue Mitarbeiterwohnungen in der bayrischen Landeshauptstadt erreichten lassen. Mit diesen will der Konzern neue Fachkräfte nach München holen. Denn die hohen Mietpreise und die allgemeine Wohnungsknappheit mindern die Attraktivität des Standorts München als Wohn- und Arbeitsort. Der zunehmende Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der bayerischen Wirtschaftsmetropole könnte weitere Münchner Konzerne zum Bau betriebseigener und günstiger Wohnungen bewegen.

 

VW reanimiert Wohnungsbauprogramm

Dass die Schaffung von Wohnraum für das Anwerben und Halten von Mitarbeitern eine nicht zu verachtende Rolle spielt, hat auch der Volkswagen-Konzern erkannt. Um als wichtiger Arbeitgeber in Niedersachsen interessant zu bleiben, will VW am Stammsitz in Wolfsburg rund 500 neue Mitarbeiterwohnungen in den kommenden fünf Jahren bauen. Zusätzlich hat die seit 60 Jahren bestehende Immobilientochter des Automobilkonzerns knapp 110 Millionen Euro für die Modernisierung und Renovierung der bestehenden 9.500 Werkswohnungen ausgegeben. Für deren Instandhalten will VW jährlich weitere 25 Millionen Euro investieren. Rund ein Drittel dieser Wohnungen ist derzeit von Konzernmitarbeitern belegt, die Übrigen sind am freien Markt vermietet.

Originalbeitrag:

http://www.immobild.de/werkswohnungen-gegen-fachkraeftemangel-und-wohnungsnot/5309

Ablösung Baukredit: So hoch darf die Vorfälligkeits­entschädigung sein

Viele Banken verlangen zu hohe Entschädi­gungen von Kreditnehmern, die ihr Hypotheken­darlehen vorzeitig ablösen oder nicht abnehmen. Der Rechner von Finanztest ermöglicht es Ihnen, die maximal zulässige Vorfälligkeits­entschä­digung zu berechnen. Neu seit Oktober 2015: Der Rechner berück­sichtigt jetzt auch Sondertilgungs­rechte und rechnet auch in der Vergangenheit – ab 2012 – gezahlte Entschädigungen nach.

Diese Rechte haben Kreditnehmer

In bestimmten Fällen haben Kreditnehmer das Recht, ihr Darlehen bereits vor Ablauf der Zins­bindung zurück­zuzahlen. Das gilt vor allem anläss­lich eines Haus­verkaufs. Die Bank kann im Gegen­zug einen Ausgleich dafür verlangen, dass sie das Geld nicht zu dem Zins­satz anlegen kann, den sie für das Darlehen bekommen hätte. Das gleiche gilt, wenn der Kreditnehmer ein vertraglich vereinbartes Darlehen gar nicht erst abnimmt. Die Höhe der Entschädigung hängt vom Zins­satz ab, den eine Bank für ihre Ersatz­anlage zugrunde legt. Je nied­riger der Zins­satz, desto höher die Entschädigung. Nach der Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofs müssen die Banken für die Ermitt­lung der Entschädigung die Rendite für Pfand­briefe heran­ziehen.

So rechnen Sie selbst

  • Daten. Geben Sie in das Excel­programm die Daten Ihres Kredits ein. Sie benötigen lediglich den Ablöse­termin, die Höhe der Rest­schuld zum Ablöse­termin, den Zins­satz, die Monats­rate und das Ende der Zins­bindung. Falls Sie das Recht auf Sondertilgungen haben, geben sie die deren maximal mögliche Höhe an.
  • Berechnung. Nach Eingabe des Abschlags für ersparte Risiko- und Verwaltungs­kosten oder Über­nahme der voreinge­stellten Werte berechnet das Programm die Vorfälligkeits­entschädigung nach den Grund­sätzen der Recht­sprechung anhand der zum Ablös­termin maßgeblichen Pfand­briefrenditen. Liegt der Ablöse­zeit­punkt in der Zukunft, wird eine Rechnung auf Basis der aktuellen Pfand­briefrenditen erstellt.

Hinweis: Bitte speichern Sie den Excel-Rechner auf Ihre Fest­platte und öffnen Sie ihn direkt aus Excel. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen „Ziel speichern unter“ bzw. „Verknüpfung speichern unter“. Sie benötigen mindestens Excel 2007.

Link zum Artikel:

www.test.de/Abloesung-Baukredit-So-hoch-darf-die-Vorfaelligkeitsentschaedigung-sein-1159358-0

Eine neue Immobilienplattform mit einem völlig neuen Ansatz

coozzy.com ist ein junges Unternehmen, das eine neue Immobilienplattform im Internet entwickelt hat. Die Idee ist, dass Mieter wie auch Vermieter ähnlich wie auf einer Dating-Plattform über Übereinstimmungen im Profil zusammen gebracht werden können. Mietinteressenten haben die Möglichkeit, entweder auf der Plattform konventionell nach Wohnungen zu suchen und dem jeweiligen Anbieter eine entsprechende Anfrage zu stellen oder – und das ist das Neue – sie können ein eigenes Profil erstellen, in dem sie sich und ihre Vorstellungen der Immobilie beschreiben. Wichtige Dinge wie Lage, Mietpreis, wie viele Personen, Haustiere usw. sind dann dem potentiellen Vermieter schon bekannt, wenn er das entsprechende Profil besucht. Sollte dem Vermieter das Profil zusagen und er ein Objekt hat, was passen könnte, gibt es ein sogenanntes Match.
Natürlich können Vermieter auch ein Profil erstellen, worin beschrieben ist, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit es zu einem Besichtigungstermin bzw. zu einem Vertragsabschluss kommt. Der Algorithmus des Systems erkennt den Grad der Übereinstimmungen, so dass man sowohl als Suchender als auch als Anbieter bereits im Vorfeld entscheiden kann, ob ein Besichtigungstermin überhaupt Sinn hat.
Wenn es zu einem eindeutigen Match gekommen ist, kann mit einem Klick Kontakt aufgenommen werden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. coozzy.com beschreitet mit dieser Idee wirklich neue Wege in der Immobilienvermittlung. Das Prinzip, über Übereinstimmungen (Matches) Mieter und Vermieter zusammen zu bringen, spart Zeit, ist effektiver und absolut transparent. Beide Seiten wissen wesentlich mehr von dem jeweils anderen, bevor man sich zum ersten Mal kontaktiert.

Die wichtigsten Tier-Urteile – Diese Rechte haben Tierbesitzer wirklich

1. Rund um den Mietvertrag

Vermieter dürfen nicht generell im Mietvertrag festschreiben, dass „die Haltung jeglicher Tiere genehmigungspflichtig ist“. Ein Verbot in dieser Absolutheit ist ungültig – und ermöglicht es Mietern damit, auch große Tiere in der Wohnung zu halten. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 213 C 169/96)

Unterläuft Vermietern kein solch grober Schnitzer, dürfen sie die Haltung großer Tiere in der Wohnung untersagen. Nicht verbieten dürfen sie jedoch Kleintiere, also all jene Tiere wie Hamster, Wellensittiche oder Goldfische, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden. (Bundesgerichtshof, Aktenzeichen VIII ZR 340/06)

2. Exotische Tiere

Wenn Kleintiere generell erlaubt sind, muss der Vermieter auch Hausschweine zulassen. (Amtsgericht Berlin, Aktenzeichen 17 C 88/00) Das Gleiche gilt für Leguane. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 205 C 130/83)

Selbst Vogelspinnen sind erlaubt, da ihr Gift nicht gefährlicher sei als das einer Biene, erklärten die Richter. (Verwaltungsgericht Ansbach, Aktenzeichen 5 K 682/97).

Giftige Krustenechsen dürfen hingegen nicht in der Wohnung gehalten werden. (Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Aktenzeichen 8A 121/10)

 

3. Wohnungszwang oder freie Bewegung?

Nachbarn dürfen Katzenbesitzern nicht verbieten, ihre Katze aus dem Haus zu lassen. Im Streitfall forderte ein Paar von seinen Nachbarn, die Katze zu gewissen Zeiten in der Wohnung zu lassen, um die eigenen Meerschweinchen zu schützen. Das Gericht entschied jedoch: In einer Einfamilienhausgegend sei es normal, dass Katzen zu jeder Zeit frei herumliefen – Meerschweinchen jedoch nicht. (Amtsgericht Köln, Aktenzeichen 134 C 281/00)

Meerschweinchen oder Kaninchen dürfen aber in Käfigen im Garten gehalten werden – allerdings nur dann, wenn die großen Käfiganlagen mindestens drei Meter Abstand zum nächsten Grundstück halten. (Verwaltungsgericht Münster, Aktenzeichen 2 K 1015/13)

Übrigens: Vermieter dürfen ihren Mietern nicht kündige, wenn diese ungefragt eine Katzenklappe in die Tür einbauen – und das selbst dann nicht, wenn die Tierhaltung im Mietvertrag ausdrücklich verboten ist. Dennoch kann der Vermieter Schadensersatz für die Tür fordern. (Amtsgericht Berlin-Schöneberg, Aktenzeichen 9 C 619/03)

Aufgespürt auf:

www.focus.de/immobilien/

Miete soll auch zukünftig bezahlbar sein

2569338-mietpreisbremse-erfahrungen.jpg

So einigten sich kürzlich CDU/CSU und SPD. Der Gesetzesentwurf liegt vor – nun wird am 07.November 2014 verhandelt. Es geht um die „Mietpreisbremse“! Bisher gab es keine Reglementierung zur Höhe der Miete wenn ein neuer Mietvertrag geschlossen wird, dies soll sich ändern.

Was bewirkt die Mietpreisbremse?

Durch die Mietpreisbremse würde dem unkontrollierten Mietanstieg, gerade in „angespannten Wohnungsmärkten“ wie beispielsweise München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg ein Riegel vorgeschoben. Wo drastische Mieterhöhungen von 20, 30 oder 40 Prozent an der Tagesordnung waren, sind nunmehr nur noch 10 Prozent über dem ortsüblichen Mietspiegel zulässig. Hat die Miete bereits vorher über diesem Satz gelegen, gilt ein Bestandsschutz.

Wer wird „ausgebremst“?

Eine Ergänzung im Mietrechts des BGB macht es möglich: Für die Wiedervermietung von Bestandwohnungen greift die 10 Prozent Regel, nicht aber für Neubauten die erstmalig ab dem 01.Oktober 2014 vermietet werden und Wohnungen die umfassend modernisiert worden sind. Hiermit sollen auch Investitionen in den Wohnungsmarkt weiterhin attraktiv bleiben.

Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun

Beispielsweise soll die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2020 die Gebiete, in denen die Begrenzung gilt, definieren. Gleichzeitig ist ebenfalls noch unklar, wie die Kriterien einer „umfangreichen Modernisierung“ aussehen. Derzeit geht man davon aus, dass die Modernisierungsarbeiten mindestens ein Drittel des Neubaus in der selben Lage betragen müssten.

Weitere Entlastungen für Mieter

Insgesamt sollen mehr als 850 Millionen Euro jährlich durch Mietpreisbremse und das „Bestellerprinzip“ eingespart werden – nämlich an der Maklercourtage! Vorgesehen sind Änderungen in der Beauftragung eines Maklers und Wohnungsvermittlung. Wurde üblicherweise die Maklercourtage vom neuen Mieter getragen, soll nun der Eigentümer die Kosten tragen. Es gilt das Prinzip „Wer bestellt, der bezahlt!“

Gleichwohl wird befürchtet, dass Eigentümer vor der bevorstehenden Gesetzesänderung die Mieten erhöhen um die Maklerkosten zu kompensieren.

Ab wann werden die Änderungen gültig?

Das Inkrafttreten der neuen Gesetze ist für die erste Jahreshälfte 2015 geplant. Allerdings sind diese erst wirksam, sobald durch die Länder die entsprechenden Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf ausgewiesen wurden.

Eine Klage gegen die Neuregelungen durch Eigentümerverbände ist wahrscheinlich. Dem Gesetz werden massive Eingriffe in das Eigentumsrecht vorgeworfen.

Original-Artikel:

http://www.immobild.de/

Bundesländer prüfen Rechtslage – Enteignung erlaubt! Wann der Staat Vermietern Flüchtlinge aufzwingen darf

Viele Kommunen sind mit dem Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland überfordert. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie Unterkünfte zur Verfügung stellen. Die Erstaufnahmezentren stoßen an ihre Grenzen, viele Unterkünfte sind längst voll – und es gibt vielerorts keine öffentlichen Räumlichkeiten mehr, die für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet wären.

Nach Informationen von FOCUS Online haben zwei Bundesländer inzwischen Prüfanträge an die Bundesregierung gestellt. Sie wollen wissen, ob es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, leerstehende Immobilien in Privatbesitz zwangszumieten. Um welche Länder es sich handelt, ist den Informationen nicht zu entnehmen.

Wie sieht die Rechtslage aus?

Es deutet allerdings einiges darauf hin, dass insbesondere Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pfalz unter großem Druck stehen. Deren Regierungschefs betonen in Interviews, ihre Kommunen seien bereits am Limit. Beide Länder wollten sich auf Anfrage jedoch nicht zur aktuellen Lage äußern.

„Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, dürfen die Behörden vorübergehend Gebäude beschlagnahmen“, sagt Gerold Hape vom Eigentümerverband Haus & Grund. Geregelt sei das im Polizei- und Ordnungsbehördengesetz. “Es bezieht sich auf Obdachlose, denen die Kommunen aus Sicherheitsgründen eine Wohnung stellen müssen.”

Im Extremfall könnten sich auch die Länder darauf berufen. „Wenn alle Möglichkeiten bereits erschöpft sind, kommt das in Frage“, so Hape. Den Vermietern würde eine Entschädigung gezahlt, die sich an den marktüblichen Mietpreisen orientiert.

“Engagement darf nicht erstickt werden”

Der Eigentümerverband Haus & Grund lehnt die Maßnahme dennoch kategorisch ab. “Den vielen in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlingen angemessenen Wohnraum anzubieten, ist eine große Heraus­forderung. Diese wollen wir gemeinsam mit den Kommunen anpacken und dabei weiter auf Freiwilligkeit setzen”, betonte Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Deutschland. “Dieses Engagement darf nicht erstickt werden, indem Zwangs­maßnahmen angedroht werden”, sagt Warnecke.

Dass es tatsächlich zu Zwangsanmietungen und Enteignungen kommen wird, sei unwahrscheinlich, obwohl einige Bundesländer diese Möglichkeiten prüften, beruhigt der Pressesprecher des Bundesinnenministeriums gegenüber FOCUS Online. Der Bund könne weitere Liegenschaften zur Verfügung stellen und habe “eine Art Krisenstab” eingerichtet.

Erste Zwangsanmietungen haben bereits stattgefunden

“Wir befinden uns in engem Kontakt mit den Ländern”, so der Sprecher weiter. Gleichzeitig berate die Bundesregierung darüber, ob sie die von der Koalition zugesicherte Finanzhilfe in Höhe von drei Milliarden Euro anheben soll.

Einige Städte haben von der gesetzlichen Möglichkeit allerdings schon Gebrauch gemacht. Im Januar 2015 wurde ein Gebäude des Kolpingwerks in Arnsberg vorübergehend beschlagnahmt, um Flüchtlinge unterzubringen. In der Stadt Olpe traf es ein früheres Familienhotel. In Berlin beschlagnahmte der Senat die frühere Zentrale der Berliner Sparkasse an der Bundesallee in Wilmersdorf. Sie soll als Erstaufnahmestelle genutzt werden. Auch im baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis übernahm das Landratsamt ein Kasernen-Gebäude per Gesetzesbeschluss.

Leser lehnen Zwangsanmietung ab

Ein Großteil der FOCUS-Online-Leser lehnt Zwangsanmietungen und Enteignungen kategorisch ab. Evelyn Bornemann kommentiert: “Damit bin ich nicht einverstanden. Wenn es keine Unterkünfte mehr gibt, muss man Schluss machen und nicht noch mehr Menschen aufnehmen.”

Patrick Stöcker schreibt: “Die Immobilie wurde beim Erwerb versteuert und noch heute zahle ich Grunderwerbssteuer. Vielleicht aber möchte mir der Staat ja meine Immobilie abkaufen, um hiermit über das Recht zu Verfügen, zukünftig darüber entscheiden zu dürfen, von wem die Immobilie zu nutzen ist.”

Allerdings gibt es auch Leser, die eine Zwangsanmietung positiv betrachten: “Eigentlich kann das doch nur im Sinne der Vermieter sein: Ihre leerstehende Immobilie wird vermittelt und der Staat bezahlt die Miete. Immer noch besser, als einen Mieter zu haben, der die Miete verschleppt”, sagt Peter Müller.

Erstmals erschienen auf:

www.focus.de/immobilien/mieten/

Spenden absetzen, Wohnung vermieten, Zuschuss kassieren – Wie Sie Flüchtlingen helfen und dabei auch noch Geld verdienen können

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland ist ungebrochen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen kommen an ihre Grenzen und die Kommunen suchen nach neuen Unterkünften. Doch nicht jeder Wohnraum kommt in Frage. Eine Übersicht:

Anerkannte Flüchtlinge

Privatleute können am einfachsten an bereits anerkannte Flüchtlinge mit Bleiberecht Wohnungen vermieten. „Ob Flüchtling oder nicht, ein Mietvertrag ist immer eine privatrechtliche Angelegenheit“, erklärt eine Sprecherin des deutschen Städtetages.

Diese Flüchtlinge haben für die Miete den Hartz-IV-Regelsatz zur Verfügung.

Beispiel:

In München liegt der Regelsatz für die Kaltmiete einer 65-Quadratmeter-Wohnung für zwei Personen bei 732 Euro. Für 50 Quadratmeter werden nicht mehr als 610 Euro gezahlt.

In Köln sind die Obergrenzen deutlich niedriger: Hier werden höchstens 412 Euro für 50 Quadratmeter und 535 Euro für 65 Quadratmeter gezahlt.

Haben die Flüchtlinge ein eigenes Einkommen, gelten keine Obergrenzen – außer natürlich dem Limit durch die Mietpreisbremse.

Asylbewerber

Wurde den Asylbewerbern noch kein Bleiberecht zugesprochen, können Privatleute nur in Ausnahmefällen Unterkünfte anbieten, erklärt die Sprecherin des Deutschen Städtetags. Erst wenn die Stadt keine eigenen Gebäude wie Schulen oder ehemaligen Behörden mehr findet, greift sie auf Privatunterkünfte zurück. „Einige Bürgermeister haben ja bereits Aufrufe gestartet.“ In diesem Fall könnten Privatleute sich melden und mit der Stadt einen Vertrag abschließen. Die Kommune sucht dann auch die zukünftigen Mieter aus. Der Vermieter hat dabei nur noch ein eingeschränktes Vetorecht. Wie hoch die Miete ist, regelt jede Stadt für sich. 

Surftipp: Die Stadt München sucht wie viele andere Städte laufend Unterkünfte für Asybewerber. Weitere Informationen gibt es hier.

Flüchtlinge privat aufnehmen

Auch eine Wohngemeinschaft mit einer Flüchtlingsfamilie oder einzelnen Flüchtlingen ist möglich. Wer Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen will, kann sich direkt bei den Kommunen melden. Auch in diesem Fall ist ein (Unter-)Mietvertrag unverzichtbar. Die Miete orientiert sich ebenfalls an den Hartz-IV-Sätzen. Bei Mietwohnungen muss der Vermieter einer Untervermietung zustimmen.

Staatliche Zuschüsse

In Nordrhein-Westfalen vergibt die Förderbank NRW Kredite ab null Prozent auch an Privatpersonen, die Wohnraum für Flüchtlinge schaffen wollen. Gefördert werden

  • Neubauwohnungen,
  • der Umbau von bestehenden Gebäuden zu Wohneinheiten, solange die Kosten über 650 Euro pro Quadratmeter liegen
  • und die Herrichtung von Wohnungen mit Baukosten unter 650 Euro pro Quadratmeter.
  • Der Einbau einer Badewanne oder eines Aufzugs werden extra bezuschusst, sogar der Neubau eines Einfamilienhauses.

Im Gegenzug muss sich der Bauherr verpflichten, die Wohnungen für 15 bis zwanzig Jahre ausschließlich an Flüchtlinge zu vermieten. Die Mieten liegen bei 4,25 bis 5,75 Euro pro Quadratmeter. Für die Ballungsgebiete Köln, Düsseldorf, Münster und Bonn gilt eine Ausnahme von 6,25 Euro pro Quadratmeter.

Surftipp: Weitere Informationen zu dem Darlehen auf der Webseite der Förderbank NRW.

Spenden absetzen

Wer keine Wohnung zur Verfügung stellen kann, kann trotzdem Gutes tun und mitverdienen: Geldspenden können Steuerzahler in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. So beteiligt sich der Staat an der Spende.

Erstmals veröffentlicht:

http://www.focus.de/immobilien

Einnahmerekord für die Länder – Ständige Steuererhöhungen: Länder machen mit Grunderwerbssteuer Milliarden

Seit die Länder über die Grunderwerbssteuer bestimmen, sind die Sätze drastisch gestiegen. Das zeigen Zahlen des Statsitischen Bundesamtes. Im ersten Halbjahr 2015 haben die Länder dadurch einen neuen Einnahmenrekord eingefahren: 5,3 Milliarden Euro flossen in die Steuerkassen.

Die Hochrechnung zeigt: Für das Gesamtjahr 2015 dürften die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer erstmals zehn Milliarden Euro übersteigen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie noch vor zehn Jahren. Im Jahr 2005, ein Jahr vor dem Wechsel der Zuständigkeit, zahlten Immobilienkäufer “nur” 4,7 Milliarden Euro Grunderwerbssteuer.

Bei keiner anderen Steuer gingen die Sätze so rasant nach oben. “Deutschland dürfte damit im europäischen Vergleich in die Spitzengruppe bei den Erwerbsnebenkosten aufgestiegen sein”, sagte Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, der Tageszeitung “Die Welt”.

Länder erhöhen Grunderwerbssteuer 26 Mal

Inzwischen hätten die Bundesländer insgesamt 26-mal die Grunderwerbsteuer erhöht, berichtet “Die Welt”. Lag der Satz bundesweit im Jahr 2006 noch bei 3,5 Prozent, zahlen Immobilienkäufer im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen inzwischen Spitzensätze von 6,5 Prozent. Dieser Höchstsatz gilt seit dem 1. Juli auch in Brandenburg. Nur in Bayern und Sachsen gilt noch der ursprüngliche Satz von 3,5 Prozent.

Haus-&-Grund-Präsident Kornemann kritisiert die hohe Steuerbelastung von Immobilienkäufern. Sie stehe im Kontrast zu den Absichten der Politik, den Bau von Wohnungen und die Eigentumsbildung stärker zu fördern. “Bei einem Steuersatz von 6,5 Prozent sind beim Kauf einer Immobilie im Wert von 300.000 Euro allein 19.500 Euro Grunderwerbsteuer zu zahlen. Für viele Familien ist die Finanzierung und damit ein Stück eigene Altersvorsorge bei dieser Höhe nicht mehr zu stemmen”, sagte Kornemann der “Welt”.

Nebenkosten verteuern Hauskauf zusätzlich

Zumal die weiteren Nebenkosten wie Maklerprovision, Notar- und Grundbuchkosten die Immobilie zusätzlich verteuern. Bei einem 300.000-Euro-Haus müssen Käufer über 100.000 Euro Eigenkapital mitbringen, wenn sie sich an die oft empfohlene 20-Prozent-Quote halten wollen. Und auch die Nebenkosten sollen Käufer idealerweise aus dem Eigenkapital bestreiten können.

Dennoch sind die Bundesländer noch nicht zufrieden, berichtet Kornemann. Niedersachsen habe angekündigt, die Grunderwerbsteuer “von derzeit bereits hohen fünf Prozent” weiter zu erhöhen. “Bremen hat bereits angekündigt nachziehen zu wollen.”

Die Grunderwerbssteuer gilt für jeden Immobilienkauf, egal ob Neubau oder Bestand.

 

Gesichtet bei:

www.focus.de/immobilien/kaufen

Miete versus Rate – Mieter- oder Käufer-Typ

Hamburg (ots) – Die erste eigene Wohnung oder das erste eigene WG-Zimmer beziehen die meisten Deutschen zu Beginn ihrer Ausbildung oder des Studiums. Nach einigen Jahren der beruflichen Entwicklung stellt sich dann die Frage, weiter zur Miete wohnen oder eine Immobilie erwerben. Beides hat Vor- und Nachteile und ob jemand eher ein Mieter oder Käufertyp ist beleuchtet das Baufinanzierungsportal Baufi24.de im Folgenden.

Typische Mieter sind oft ungebunden, mögen es flexibel und stellen diese Ansprüche auch an ihr Heim. Die Vorteile einer Mietwohnung liegen dabei klar auf der Hand: sie ist kündbar und kann jederzeit gewechselt werden. Außerdem ist die Höhe der Miete relativ geregelt, sie kann nur begrenzt und in gewissen Abständen erhöht werden. Ebenso ist der Mieter nur geringfügig an Instandhaltungskosten oder Reparaturen beteiligt und auch die Nebenkosten sind überschaubar. Allerdings hängen die Mietpreise auch von den Wohnorten ab. Der Quadratmeter in Hamburg, als Beispiel für ein Ballungszentrum, kostet 12,25 Euro. Dahingegen in Buxtehude, außerhalb vom Ballungsgebiet, bezahlt der Mieter nur 8,35 Euro*.

Interessenten die sich entscheiden eine Immobilie zu erwerben, möchten häufig Sicherheit und etwas Eigenes besitzen. “Hier ist wichtig, dass künftige Hausbesitzer hinreichend Eigenkapital mit in das Bauvorhaben einbringen, damit verringert sich automatisch die Laufzeit”, rät Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (https://www.baufi24.de/). Somit müssen künftige Hausbesitzer schon am Anfang viel Geld aufbringen, um sich ihren Traum zu verwirklichen. Außerdem kommen im Laufe der Jahre regelmäßige Kosten wie Nebenkosten oder auch nicht geplante Ausgaben für Instandhaltung, Steuern und etwaige Reparaturen hinzu. “Auch für die Immobilienpreise gilt, in Ballungsgebieten zahlt der Kunde für dieselbe Immobilie mehr als außerhalb von diesen”, gibt Scharfenorth zu bedenken.

Die ersten Schritte gerade bei der Immobilienfinanzierung sind gut zu bedenken. Denn Miete ist nicht gleichzusetzen mit der monatlichen Abschlagzahlung. Kunden die monatlich 800 Euro Miete gezahlt haben und nun eben diese als Abschlag veranschlagen wollen, können sich bei einem Zins von 1,43 Prozent, einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer Tilgung von 2 Prozent einen Kredit von 120.000 Euro leisten. Oft reicht dies aber nicht aus und sobald die Zinsbindung abläuft werden die Karten neu gemischt. “Ich rate jedem Kreditnehmer die Tilgung so hoch wie möglich anzusetzen und auch auf einen etwaigen Zinsanstieg vorbereitet zu sein. Nur dann macht die Immobile auch Spaß”, sagt Scharfenorth. Die Vorteile zur Miete kommen dann heraus, wenn der Kredit abgezahlt ist und dies sollte relativ schnell geschehen. Wie für alle Kunden monatliche Raten aus Zins, Tilgung und Sondertilgung bei unterschiedlichen Finanzierungsbeträgen und Beleihungssätzen ausfallen, ermitteln Interessierte schnell, einfach und unabhängig mit dem Baufinanzierungsrechner (https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/) von Baufi24.de.

Über Baufi24

Baufi24.de ist mit mehr als drei Millionen Besuchern pro Jahr eines der bekanntesten Webportale für private Baufinanzierungen. Zukünftige Hausbesitzer bekommen hier weitreichende Informationen rund um das Thema Baufinanzierung und Immobilienkauf/-bau zur Verfügung gestellt. In seinem Leistungsportfolio vergleicht das Unternehmen die Angebote von mehr als 300 Banken. Mehr als 1.000 zertifizierte Berater stehen den Kunden in einem Partnernetzwerk mit Beratung und Expertise zur Seite. Weitere Informationen unter https://www.baufi24.de/

*https://www.wohnungsboerse.net

Pressekontakt:

Unternehmenskontakt: Baufi24 GmbH Stephan Scharfenorth, Tel. +49 (0) 
800 808 4000 E-Mail: redaktion@baufi24.de
Pressekontakt: Hasenclever Strategy, Walter Hasenclever, Tel: +49 421
42 76 37 39, Mobil: +49 171 493 57 83, E-Mail:
wh@hasencleverstrategy.de
Seite besuchen:
http://www.presseportal.de/pm/104820/

Leitfaden Hausverkauf (VI) – Mit diesen zwölf Tipps verkaufen Sie Ihr Haus auf jeden Fall

Farbe, Blumen, Ordnung: Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt. FOCUS Online gibt zwölf Tipps, wie Eigentümer ihr Haus ins rechte Licht rücken – mit viel Kalkül und wenig Kosten.

Niemand kennt das Haus besser als Sie. Warum sollten nicht Sie Interessenten durchs Haus führen?! Das kann, muss aber nicht immer eine gute Idee sein. Eigentümer sind oft viel zu begeistert von ihrem Objekt, um auf nüchterne Fragen zum Zustand des Daches, der Qualität der Heizung oder Umbaumöglichkeiten sachlich-souverän zu antworten.

Eichen-Einbauten, Terracotta-Fliesen, Jurastein-Treppen, goldgeschwungene Türgriffe – was Ihnen gefallen hat, stößt nicht immer auf Gegenliebe. Und muss es auch nicht. Es geht nur darum, dass das Haus einen solventen Käufer findet.

Der Profi weiß wie’s geht

Deshalb kann es für sensible Eigentümer besser sein, die Besichtigung an einen Profi abzugeben. Ein guter Makler weiß, welche Wünsche die Käufer haben, welcher Grundriss ihnen vorschwebt und startet bei der Besichtigung das richtige Kopfkino: „Diese Mauer würde ich durchbrechen, dann haben Sie einen großzügigen Wohn-Ess-Bereich“ oder „Hier haben Sie viel Platz für Ihre Low-Boards und Heimkino…“

Wer seine Türen für Kaufinteressenten öffnet, muss auf Vertriebsmodus schalten. Es gilt, das Haus bestmöglich zu präsentieren, ohne freilich die Mängel zu verschleiern.

 

Gekonnt in Szene setzen

„Home-Staging“ nennt sich ein Trend aus den USA, England und Skandinavien, der die Kunst des In-Szene-Setzens perfektioniert. Ob Blumen, Bilder oder Badaccessoires: Innenausstatter zaubern Wohnträume – je nach Budget des Auftraggebers. Ihre Tricks sind längst kein Geheimnis mehr. Aufräumen, Reparieren, Dekorieren – mit einfachsten Mitteln lassen sich aus müden Mauern wahre Schönheiten zaubern.

So lassen Sie Ihr Haus strahlen

  • Außen aufhübschen. Gehen Sie vor die Tür und betrachten Sie die Zufahrt, den Vorgarten, den Eingangsbereich. Es ist das erste, was Interessenten sehen. Wirkt das Grundstück einladend? Wenn nicht, packen Sie es an: Büsche zurückschneiden, Beete jäten, Rasen düngen, Moos entfernen, Zaun streichen, Türe, Hausnummer und Briefkasten putzen, Müll entfernen, Aufräumen und Platz schaffen. Bedenken Sie, dass viele Interessenten fahren Objekte von außen ab und schließen vom äußeren Eindruck auf das Hausinnere. Außen pfui, innen hui – so denken Käufer nicht. Alles, was von der Straße sichtbar ist, sollte schön anzusehen sein. Nicht wenige schließen von gepflegten Gärten auf ein gepflegtes Inneres.
  • Freiräume schaffen. Trennen Sie sich von unnützen Dingen, schaffen Sie Platz – auch im Keller, im Dachboden und in der Garage. Unordnung lässt Räume kleiner wirken. Doch Käufer suchen den größten Raum zum kleinsten Preis. Düstere, vollgestellte Räume besser leeren. Lieber leer als hässlich präsentieren!
  • Großputz. Achten Sie auf Sauberkeit. Eingang, Küche und Bad sollten blitzen. Fenster putzen, Spinnweben entfernen, Staubwischen – Interessenten schauen genauer als die Schwiegermutter und schließen vom Schmuddel auf die Bausubstanz.

 

  • Reparieren. Klemmende Türen, defekte Außenleuchten, fehlende Sockelleisten: Oft ist es nur die eigene Bequemlichkeit, die überfällige Kleinreparaturen hinauszögern lässt. Schluss damit! Liste schreiben und abarbeiten. Behalten Sie die Kosten im Auge: Ein altes Haus ist alt, es wird kein Neubau werden. Kluge Verkäufer rechnen die Summe aller Kleinreparaturen durch. 2000 Euro können gut investiert sein, wenn dadurch 5000 Euro mehr Kaufpreis drin sind.
  • Streichen. Wenn die Räume einen neuen Anstrich verdienen, achten Sie auf helle, neutrale Farben. Knallige Farben sind nicht jedermanns Geschmack. Vorsicht bei Schimmel und feuchten Stellen. Übertünchen bringt nichts außer nachträglichen Ärger.
  • Licht nutzen. Helle Räume wirken größer. Achten Sie auf Besichtigungstermine bei Tageslicht – nicht in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Öffnen Sie Rollos, schieben Sie Gardinen beiseite (Fenster, Fensterrahmen und Bänke putzen!). Setzen Sie Lampen und Lichtakzente – gerade bei kleinen Fenstern.
  • Weg mit persönlichen Dingen. Verräumen Sie persönliche Gegenstände, Familienfotos, Nippes. Zeigen Sie Ihr Haus so neutral und zeitlos wie möglich. Achten Sie auf die Bäder (weg mit Zahnbürste, Rasierer oder Haarklammern). Verstauen Sie die Wäsche im Schrank.
  • Dekoration. Blumen auf dem Esstisch, eine schöne Schale vor der Haustür: Setzen Sie wenige, aber ausgesuchte Pflanzen zur Dekoration ein. Achten Sie auf wenige, aber stimmige Accessoires: Neue Handtücher passend zum Badvorleger, dezente Bilder, Windlichter in dunklen Ecken. Unterschätzen Sie nicht die weichen Faktoren beim Immobilienkauf. Makler wissen, wen sie bei Hausbesichtigungen beeindrucken müssen: Bei Paaren entscheidet in den meisten Fällen die Frau, ob das Haus in die engere Wahl kommt. Gefällt es ihr nicht, wird aus dem Deal meistens nichts.
  • Lüften. Bevor der erste Interessent klingelt, sollte es im Haus angenehm und frisch riechen. Muffige Räume oder  Gulaschduft vom Mittag wirken nicht einladend. Vorsicht bei Raumparfums: Sie treffen nicht jedermanns Geschmack und können mehr verstören als betören.
  • Erscheinung. Nicht nur Ihr Haus soll sich von seiner schönsten Seite zeigen. Vergessen Sie sich selbst nicht.

Original-Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/

Markt für Wohnimmobilien verzeichnet stabile Entwicklung

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien verzeichnet trotz schwächelnder Konjunktur weiterhin einen Aufwärtstrend. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Wohnimmobilien konnten in 2012 zulegen, allerdings in geringerem Maße als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, die kürzlich von der HSH Nordbank veröffentlicht wurde.

 

Abschnitte dieses Artikels:

Mietpreisentwicklung bundesweit

Für die Studie „Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013“ untersuchte die HSH Nordbank die Entwicklung der Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im vergangenen Jahr. Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf 14 deutschen Großstädten. Für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart wurden sowohl die jeweiligen Marktentwicklungen innerhalb des Jahres aufgezeigt, als auch ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen der jeweiligen Märkte gegeben.

Mietpreise besonders in Ballungszentren gestiegen

Insgesamt konnte der Mietmarkt in Deutschland 2012 eine positive Preisentwicklung verzeichnen. Der stärkste Preisanstieg konnte im Bereich der Erstbezugsmieten verzeichnet werden. So kletterten die Mietpreise bei erstmaligem Bezug einer Wohnung vergangenes Jahr im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent. In Ballungszentren lag der Preisanstieg für Erstbezugsmieten aufgrund der starken Nachfrage sogar bei 6,0 Prozent. Die Bestandsmieten legten im Vergleich zu 2011 bundesweit um durchschnittlich 3,6 Prozent zu, in den Ballungsräumen stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent. Im Städtevergleich der Bestandsmieten konnte in Bremen mit einem Plus von 8,7 Prozent der größte Zuwachs verzeichnet werden. Knapp gefolgt von Düsseldorf mit einer Preissteigerung von 8,3 Prozent und Stuttgart, wo die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zulegen konnten. In den kommenden Jahren sei laut Studie mit einer Abschwächung der Mietsteigerungen zu rechnen. Denn die zu erwartende Abschwächung der Nachfrage werde in Kombination mit verstärktem Wohnungsbau für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

 

Gesichtet bei:

http://www.immobild.de/markt-fuer-wohnimmobilien-verzeichnet-stabile-entwicklung

Umzug: Schlüssel lieber persönlich übergeben

Beim Auszug geben Mieter alle ihre Schlüssel am besten persönlich zurück. Denn fehlen welche, kann es teuer werden. Sehr gute Haft­pflicht­versicherungen zahlen allerdings auch bei Schlüssel­verlust. test.de erklärt die Rechts­lage.

Bring­schuld des Mieters

Wenn Mieter ausziehen, müssen sie sicher­stellen, dass der Vermieter alle Schlüssel zur Wohnung und zu Neben­räumen wie Keller oder Dachboden zurück­erhält. Auch Schlüssel, die Mieter aus eigenem Interesse etwa für Kinder oder den Zeitungs­boten zusätzlich haben nach­machen lassen, müssen sie dem Vermieter übergeben. Die Juristen sprechen von einer Bring­schuld.

Einschreiben per Rück­schein reicht im Zweifel nicht

Wer den Schlüssel per Brief an den Vermieter schickt, trägt das Verlustrisiko. Das zeigt ein Fall vor dem Amts­gericht Brandenburg. Der Vermieter erklärte, dass der Schlüssel bei ihm nie ange­kommen sei, nur ein beschädigter Umschlag mit dem Post­vermerk „Nach­verpackt“. Wahr­scheinlich ist der Schlüssel unterwegs verloren­gegangen. Der Verlust ging im Prozess zulasten des Mieters. Dieser hatte den Brief zwar per Einschreiben mit Rück­schein geschickt. Der Rück­schein beweist aber nur, dass der Vermieter einen Brief erhalten hat – nicht, ob und was darin war. Im Streitfall muss der Mieter beweisen, dass der Brief tatsäch­lich die Schlüssel enthielt.

Bei Verlust kann Schloss­austausch nötig werden

Um einen Miss­brauch der verloren­gegangenen Schlüssel zu verhindern, hatte der Vermieter in dem Brandenburger Fall das Schloss ausgetauscht. Das Amts­gericht verurteilte den Mieter zur Über­nahme der Kosten in Höhe von rund 70 Euro, die durch den Austausch entstanden waren (Az. 31 C 32/14). Mit diesem Betrag hatte der Mieter noch Glück im Unglück. Verloren­gegangen war wohl nur ein Schlüssel für ein Neben­gebäude. Bei einer hoch­wertigen Schließ­anlage kann der Schaden sehr viel höher sein.

Schlüssel­verlust in sehr guten Haft­pflicht­policen mitversichert

Der Verlust von Wohnungs­schlüsseln ist in vielen sehr guten Privathaft­pflicht­versicherungen mitversichert (Test Haftpflichtversicherung: Neue Policen sind besser, Finanztest 12/2014). Bezahlt wird dann zum Beispiel auch der Austausch einer Schließ­anlage. Oft ist die Versicherungs­summe in der Höhe begrenzt.

Tipp: Übergeben Sie beim Auszug Ihrem Vermieter möglichst alle Schlüssel persönlich. Lassen Sie sich die Rück­gabe schriftlich bestätigen.

 
 
 

Mehr als die 20-fache Jahresmiete – Immobilienmarkt 2015: Die guten Lagen sind alle weg

Der Deutsche Immobilienmarkt ist überhitzt. Zu diesem Resultat kommt der Immobilien Investment Club (IIC) mit Sitz in Dresden. Nach seinen Auswertungen haben die Kaufpreise in vielen Großstädten das Niveau von 20 Jahresmieten zum Teil weit überschritten. Das gelte nicht nur für die Top7-Großstädte Berlin, Hamburg, München, Köln, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart, sondern auch in einigen Hochschulstädten wie Münster, Heidelberg oder Freiburg.

„Wir haben zwar keine Immobilienblase, sind aber in einem konjunktur- und zinsbedingtem zeitweisen Hoch der Immobilienpreise angelangt“, stellt Olaf Wortmann, Pressesprecher des IIC, fest. Ob sich daraus eine Blase entwickle oder ob es sich immer noch um einen Nachhol-Effekt gegenüber anderen internationalen Immobilienmärkten handle, „entscheidet der Markt in den nächsten Monaten“.

Top-Standorte abgegrast

Weil das Angebot an den Top-Standorten weitgehend abgegrast ist, werde es für Kapitalanleger im Jahr 2015 die besten Renditeaussichten an den sogenannten den B- und C-Standorten geben. „Hier können trotz minderer Lagequalität auch 2015 durchaus interessante Deals geschlossen werden“, so Wortmann. Seien beispielsweise Verkäufer unter Druck, die Objekte mit Mietproblemen belastet oder kleinere Sanierungsarbeiten notwendig, aber die Objektqualität hoch, können Abstriche bei der Lage durchaus ein Investment rechtfertigen. „Viel wichtiger aber ist, den einzelnen Standort individuell zu beurteilen, intensiv zu prüfen und zu analysieren“, rät Wortmann.

Oft zeigt sich der Charme erst auf den zweiten Blick

„Wer aber die richtigen Einkaufsquellen nutzt, findet auch in den kommenden zwölf Monaten Objekte unter dem zehnfachen der Jahresmiete“, glaubt der IIC-Sprecher. Manchmal seien auch lohnende Investments am Markt zu finden, die erst auf den „zweiten oder auch dritten Blick“ durch aktives Management des einzelnen Investors zu einem lohnenden Produkt werden.

Entscheidend sei dabei nicht nur der Kaufpreis, sondern auch Punkte wie das Optimierungspotenzial.

Großinvestoren konzentrieren sich dem IIC zufolge in den größeren Städten, Citylagen und Hochschulstandorten auf „größere Einheiten mit kleineren Wohnungen von ein bis zwei Zimmern.“ In kleineren Städten oder in einem eher familiengeprägten Umfeld seien eher bei kleineren Einheiten mit sechs bis maximal 20 Wohnungen und größere Wohnungen von drei bis vier Zimmern gefragt.

 

Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen/

Wohnen: der früher-heute Vergleich

Nicht nur heute ist Wohnraum in Deutschland echte Mangelware, sondern auch vor über 100 Jahren kämpften die Menschen schon mit ähnlichen Problemen: Damals zog etwa jeder dritte Mieter in Berlin nach spätestens einem Jahr wieder um, da die Arbeiter besonders während der Industrialisierung des späten 19. Jahrhunderts in unsicheren Verhältnissen lebten. Während dieser Zeit wuchsen die Städte so stark, dass es überall an Wohnraum fehlte – an Eigentum war damals nicht zu denken. Für die Menschen kam nur das Wohnen zur Miete in Frage.

Aus dieser Not heraus, entwickelte sich eine starke Miettradition in den Städten, die bis heute das Wohnverhalten in Deutschland prägt. So lebt noch immer jeder Zweite in Deutschland zur Miete. Vergleicht man dieses Ergebnis international, ist festzustellen, dass es sich hierbei um einen hohen Anteil handelt. In Südeuropa sind hingegen dreiviertel der Wohnungen Privateigentum.

1920er-Jahre: „Goldenes Zeitalter der Wohnungspolitik”

Doch es fehlte nicht nur während der Industrialisierung an ausreichend Wohnraum, sondern auch nach dem Ersten Weltkrieg war die Wohnungsnot noch groß. Damals entstanden dank der demokratischen Organisation des Staates zahlreiche Initiativen. So gelten bis heute die 1920er-Jahre als das „goldene Zeitalter” der Wohnungspolitik. In dieser Zeit wurden neue Siedlungsformen entwickelt, in denen Ideen von besseren Häusern verwirklicht werden sollten: Licht, Luft und Sonne sollten fortan die Wohnarchitektur bestimmen.

Neue Konzepte der Finanzierung wurden zu diesem Zeitpunkt ebenfalls realisiert, um die Großprojekte bauen zu können. Folglich gab es bis Mitte der 1920er-Jahre bereits 4.000 Genossenschaften in Deutschland. Diese bauten oft ohne staatliche Unterstützung neue Siedlungen, da sie auf der Idee der Gemeinnützigkeit beruhten.

Wiederaufbau in Ost und West

Über 500.000 Wohnungen wurden in Deutschland zu Beginn der 1950er-Jahre fertig gestellt. Davon wurde der Großteil im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichtet. Allerdings entwickelte sich die Wohnungspolitik nach der deutschen Teilung in den beiden deutschen Staaten in konträre Richtungen:

Als Bestandteil der staatlichen Planwirtschaft wurde in der DDR der Wohnungs- und Städtebau als Bestandteil definiert. Wohnungen gab es damals nur auf Zuteilung.
Während in der DDR Grundstückseigentümer enteignet wurden, erhielt hingegen in der BRD das Privateigentum absoluten Vorrang in der Wohnungspolitik.

Seit der Industrialisierung waren Lösungen gegen die Wohnungsnot eine hochrangige gesellschaftspolitische Frage, die bis heute kontrovers diskutiert wird. Denn beim Wohnen geht es in erster Linie immer darum, inwieweit die Politik in den Wohnungsmarkt eingreift.

Das heutige Leben in den Großstädten

Auch heute zieht es immer mehr Menschen in die wirtschaftsstarken Städte: So hat sich nach Angaben des statistischen Bundesamtes der Anteil an Ein-Personen-Haushalten in den vergangenen Jahren von 20 auf 40 Prozent verdoppelt. Demnach fehlt es auch an ausreichend Wohnraum!

Laut den Berechnungen des Deutschen Mieterbunds (DMB) werden heute in den Ballungsräumen schätzungsweise über 250.000 Wohnungen benötigt

Hingegen in anderen Regionen Deutschlands, beispielsweise in Städten wie Essen, Bochum oder auch Chemnitz und Leipzig Wohnungen leer stehen, da hier die Zahl der Einwohner sinkt.

 

Zur Internetseite:

news.immobilo.de/2015/01/09

Ab 2015 Neuregelungen: Mietpreisbremse und Maklercourtage

Endlich! Lange mussten deutsche Mieter auf sie warten. 2015 treten sie nun endlich in Kraft: Die Mietpreisbremse sowie die Abschaffung der Maklerprovision!

Die Mietpreisbremse und auch die Frage, wer bei der Wohnungssuche den eingeschalteten Immobilienmakler bezahlt, stehen 2015 nicht länger im Raum. Denn seit diesem Jahr dürfen die Länder selbst regeln, in welchen Gebieten die Miete bei Neuvermietungen nicht stärker als zehn Prozent steigen darf. Und Makler müssen zukünftig von demjenigen bezahlt werden, der ihn bestellt hat.

Mietpreisbremse: Wie ist sie geregelt?

Die Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass künftig insbesondere in begehrten Wohnlagen Mietpreissprünge von 20, 30 oder mehr Prozent verhindert werden. Denn laut Bundesregierung sollen sich auch in Zukunft Normalverdiener Wohnraum in diesen Lagen leisten können.

Die Neuregelung sieht daher vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden darf, zuzüglich 10 Prozent.

Des Weiteren werden die Länder dazu ermächtigt, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt, in denen die Mietpreisbremse gilt, für höchstens fünf Jahre auszuweisen.

Hingegen neu errichtete und umfassend modernisierte Wohnungen bei Erstvermietung von der Mietpreisbegrenzung ausgenommen werden, da man Investitionen in Neubauten und umfassende Modernisierungen nicht unterbinden möchte.

Zudem ist es auch vorgesehen, dass eine zulässig vereinbarte Miete auch bei Wiedervermietung weiter verlangt werden darf. Demnach werden Vermieter also nicht gezwungen, eine frei gewordene Wohnung unterhalb der bisherigen Miete anzubieten.

Die Maklercourtage: Was steckt dahinter?

Im Maklerrecht ist das allgemein akzeptierte Prinzip verankert: „Wer bestellt, der bezahlt”. Zukünftig soll dadurch sichergestellt werden, dass diejenige Partei, die die Leistung eines Maklers veranlasst, auch dazu verpflichtet ist, die anfallenden Maklergebühren zu zahlen.

In der Praxis ist dies oft der Vermieter, der mit Hilfe eines Maklers einen neuen Mieter sucht. Künftig muss also der Vermieter alleine die Kosten für einen Makler tragen, wenn er einen neuen Mieter für seine Immobilie sucht.
Unwirksam ist eine hiervon abweichende Vereinbarung.

 

Link zur Homepage: 

news.immobilo.de/2015/01/

Selbst Suchanzeigen schalten – Wer sucht, findet – Mieten ohne Makler

Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, müssen Vermieter den Makler bald selbst bezahlen. Das verändert die Wohnungssuche massiv – doch nicht für alle zum Vorteil. Worauf Vermieter und Mieter achten müssen.

Franziska und Lewis sind Mitte 20, seit fünf Jahren ein Paar und „auf der Suche nach einem neuen Nest“ in Berlin. 2,5 bis 3 Zimmer soll die Traumwohnung haben. Das dritte werde Arbeits- und Gästezimmer, betonen sie.

Das soll beruhigen: kein Kinderlärm. Die beiden haben auch keine Haustiere und unbefristete Vollzeit-Jobs bei führenden Internetunternehmen. Sie versprechen: keine ständigen Partys und „wir gehen gemeinsam durch dick und dünn“. Das alles verraten Franziska und Lewis im Internet – unter einem Bewerbungsbild mit Krawatte und Kleidchen.

Suchanzeigen online schalten

Die beiden Berliner gehen einen ungewöhnlichen Weg der Wohnungssuche. Statt sich auf Anzeigen von Vermietern und Maklern zu bewerben, haben sie selbst eine Suchanzeige im Internet geschaltet. Noch sind sie damit eher die Ausnahme, doch nach Expertenmeinung nicht mehr lange.

„Suchanzeigen gewinnen erheblich an Bedeutung“, sagt der Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Voigtländer. Wenn das Bestellerprinzip im Frühjahr in Kraft trete und Vermieter einen Makler selbst bezahlen müssten, werde sich der Markt verändern. „Um Kosten für den Makler zu sparen, werden private Vermieter ihre Wohnungen vermehrt selbst vermieten“, sagt Voigtländer voraus.

Eine Suchanzeige, nicht nur per Zettelchen an Ampeln oder Verkehrsschildern, sondern vor allem im Internet, könne Mietern und Vermietern Vorteile bringen

 

Weniger Stress für alle – und die Maklergebühren fallen weg

Franziska und Lewis sparen sich womöglich unzählige Besichtigungen, bei denen in beliebten Berliner Lagen 50 oder mehr Bewerber zugleich durch die Wohnung geschleust werden. Vermieter müssen nicht Hunderte Antworten auf ihre Inserate prüfen, sondern können bestimmte Bewerber von vornherein aussortieren. Und sich die Makler-Kosten sparen.

Die großen Immobilienportale bieten inzwischen alle Suchanzeigen an. Im Vergleich zu den Wohnungsangeboten ist deren Zahl allerdings noch verschwindend gering: Bei Immobilienscout24 stehen 3000 Suchanzeigen mehrere Hundertausend Angebote gegenüber. „Die Anzeigen sind als zusätzlicher Kanal gedacht für Leute, die etwas mehr machen wollen“, sagt Sprecher Marcus Drost. Wer hier sucht, tut das oft mit Bewerbungsfoto und gibt zumindest den Beruf preis. Meistens jedoch viel mehr.

40 Prozent der Vermieter, so schätzt Drost, könnten wegen der zusätzlichen Kosten auf die Maklerdienste verzichten. Wer das nicht könne, weil er nicht vor Ort wohne, werde versuchen, die Kosten auf die Mieter abzuwälzen, sagt Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus und Grund. „Doch häufig wird das nicht gehen.“

 

Noch haben Makler 50 Prozent Marktanteil

Derzeit wird in Deutschland nach Zahlen des Immobilienverbands IVD fast die Hälfte der Wohnungen durch Makler vermittelt. In Großstädten ist die Quote am höchsten. Viele Vermieter wüssten nicht, was der Makler alles für sie übernehme, sagt IVD-Jurist Christian Osthus.

Makler hätten auch eine Pufferfunktion und schützten die Privatsphäre der Auftraggeber. Voigtländer erwartet eine Bereinigung auf dem Markt. „Es bleiben die, die Beratungsleistungen erbringen.“

 

Start-Ups erfinden neue Modelle

In die Lücke, die sich nach Einführung des Bestellerprinzips auftun könnte, drängen Start-Ups wie das Münchner Unternehmen Faceyourbase. Hier sieht man sich als „erste Matchingbörse für den Immobilienmarkt, die das Problem der Makler-Provision für Vermieter und Mieter aktiv löst“.

Mieter können sich mit ihrem Facebook -Profil präsentieren oder für 99 Cent Fotos und persönliche Informationen hochladen. Vermieter wählen von einer Fotobewerberwand aus. Mehr als zehn Bewerber, das wird garantiert, werden nicht zur Besichtigung eingeladen. Vor gut zwei Monaten ist Faceyourbase gestartet. Zwischen 600 und 800 Nutzer haben sich registriert, doch noch sind kaum Wohnungen online.

 

Gute Bonität entscheidet

Für manche werde die Wohnungssuche durch die Inserate schwieriger, meint Voigtländer. Kunden mit schlechter Bonität oder Familien mit Kindern können gleich aussortiert werden – bevor sie den Vermieter beim persönlichen Gespräch überzeugen können. Franziska und Lewis dagegen betonen in ihrer Bewerbung sogar: „Wir sind bereit, eine Maklerprovision zu tragen.“

 

Siehe hier:

http://www.focus.de

Mit der Familie nach Berlin umziehen

Wir lebten bisher in einer kleinen Stadt in der Nähe von Hamburg, wir das sind mein Mann und meine 2 Kinder im Alter von 6 und 10 Jahren. Mein Mann stieg in seiner Firma immer höher und es kam ein Angebot, die Niederlassung in Berlin selbständig zu leiten. Er arbeitet in der IT-Branche. Wir hatten glücklicherweise ein paar Wochen Zeit, uns das zu überlegen. Die Kinder waren natürlich überhaupt nicht begeistert, sie wollten nicht aus der gewohnten Umgebung und vor allem wollten sie nicht ihre Freunde aufgeben. Ich selbst hingegen wollte gerne nach Berlin, ich lebte dort schon mal 1 Jahr und die Stadt gefiel mir. Mein Mann wollte sich neutral verhalten, aber es war klar, dass er diese Chance nutzen wollte. Bevor wir fest zusagten, mussten wir uns über den Berliner Immobilienmarkt informieren. Wir wohnten bisher zur Miete, konnten uns aber auch vorstellen, eine Eigentumswohnung in der Hauptstadt zu kaufen. Wir beschlossen, nachdem wir die Immobilienbörsen im Internet durchforstet haben, selbst für ein Wochenende nach Berlin zu fahren, die Fahrtzeit von 2 Stunden ist erträglich. Wir hatten einige Besichtigungstermine mit einem Makler aus Berlin vereinbart. Sowohl Mietwohnungen als auch Eigentumswohnungen in Berlin standen auf dem Programm. Wir hatten Besichtigungstermine in Miet- oder Eigentumswohnungen in Prenzlauer Berg, Mitte und Charlottenburg. Das sind allerdings auch die beliebtesten Bezirke in Berlin. Der sehr kompetente Makler, der wirklich schöne Angebote in seinem Portfolio hatte, nahm sich viel Zeit und wollte uns nichts aufschwatzen. Während der Besichtigung fiel mir auf, dass trotz der enormen Bombenschäden vom 2. Weltkrieg noch viel alte Bausubstanz in Berlin erhalten ist. Da wir sowieso eine Altbauwohnung präferierten, hatten wir schließlich in Charlottenburg eine Wohnung gefunden, die wirklich allen Familienmitgliedern gefiel. Der Makler hatte sie extra für den Schluss der Besichtigung aufgehoben, sozusagen als Highlight. Es ist eine wunderschöne 5-Zimmer Wohnung mit altem Parkett, Flügeltüren und im Vergleich zu unserer bisherigen Wohnung riesig. Die Kinder waren hellauf begeistert. Der Makler nannte den Mietpreis, der nicht wirklich günstig war. Na ja, die Wohnung ist auch sehr groß. Jedenfalls waren wir über die Mietpreise in Berlin durch das Internet bestens informiert und die geforderte Miete lag im Durchschnitt. Genau diese Wohnung hatte uns den letzten Anstoß gegeben, nach Berlin umzuziehen. Nachdem sich der Makler sehr zuverlässig um alles gekümmert hatte, kamen wir zur Übergabe der Wohnung. Alles lief sehr professionell ab und wir konnten am gleichen Tag einziehen. Die Provision für diesen empfehlenswerten Makler aus Berlin zahlten wir fast gerne. Bis heute haben wir alle die Entscheidung nicht bereut. 

Studie: So wohnen die Deutschen – Hamburger sitzen auf dem Balkon, Berliner parken auf der Straße

Den Deutschen ist ein attraktives Zuhause wichtig. Doch bei der Wohnraumausstattung unterscheiden sich die großen Metropolen deutlich. Während Parkettboden in München Standard ist, hat kaum ein Berliner eine Garage. Eine aktuelle Studie zeigt die regionalen Besonderheiten.

Wenn es um ihr Traumhaus geht, haben die Bundesbürger klare Prioritäten: Knapp ein Drittel will ein Einfamilienhaus mit durchschnittlich 134 Quadratmetern Wohnfläche. Top-moderne Einbauküche und Garten gehören für die allermeisten ebenfalls dazu.

Soviel zu den Wünschen. Aber wie wohnen die Deutschen wirklich? Eine aktuelle Untersuchung des Immobilienfinanzierers Interhyp hat ermittelt, wie die Realität in deutschen Großstädten aussieht – und welche regionalen Vorlieben ins Auge springen.

Hamburger lieben Terrasse und Balkon

Die Studie „Wohnträume der Deutschen 2014“ kommt bei den sieben deutschen Metropolen Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Leipzig zu überraschenden Resultaten. So haben 61 Prozent aller Hamburger Wohnungen einen Balkon oder eine Terrasse. Damit ist die Hansestadt Spitzenreiter. Am unteren Ende der Rangliste liegt Frankfurt am Main mit gerade 39 Prozent “Balkonquote”.
Dafür sind die Frankfurter besonders gut auf Besuch eingestellt: In 28 Prozent der Wohnungen inder Main-Metropole gibt es ein Gäste-WC. Hier rangiert Berlin mit 13 Prozent am Ende.

Während 42 Prozent aller Metropolen-Bewohner eine Garage nutzen, verfügt in Berlin nur etwa jeder Zehnte über dieser Luxus. Nur zu 13 Prozent der Berliner Wohnungen gehört eine Garage. Ähnlich bescheiden sieht es in Leipzig aus (14 Prozent). Die Studie lässt offen, ob diese Ergebnisse mit einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr im Osten zu erklären sind oder eher mit der fehlenden Kaufkraft der Einwohner.

Bei der Ausstattung bestätigt die bayerische Landeshauptstadt manche Klischees: Fast jeder zweite Münchner wandelt auf Parkettboden, 46 Prozent aller Wohnungen sind damit ausgestattet. In Hamburg ist es mit 23 Prozent gerade die Hälfte.

Kölner sind Energiespar-Meister

In Köln haben 37 Prozent der Wohnungen eine energiesparende Isolierung. Damit ist die Rheinmetropole Hochburg der Umweltschützer oder zumindest der cleveren Rechner. Die Münchner blasen hingegen die Energie zum Fenster hinaus: nur 19 Prozent der Wohnungen sind modern gedämmt.

Für die Studie befragte die Interhyp 2000 Deutsche nach ihren Wohnträumen und ihrer tatsächlicher Wohnsituation.

Originalbeitrag lesen:

http://www.focus.de/immobilien/

Wohnungslosigkeit

Eine aktuelle Studie des Sozialministeriums in Nordrhein-Westfalen zeigt einen drastischen Anstieg von Wohnungslosigkeit im Bundesland. Um insgesamt zehn Prozent stieg die Zahl der Wohnungslosen zwischen 2007 und 2012 an. Schätzungen zu folge sind rund 100 000 Menschen betroffen.

Der häufigste Grund für eine drohende Wohnungslosigkeit sind Mietschulden. Bei fast 90 Prozent ist dies der Fall. Außerdem bezieht die Mehrheit der von Wohnungslosigkeit Bedrohten Hartz IV. Die Altersspanne reicht von 25 bis 60 Jahren bei Alleinstehenden ohne Kinder. Männer sind zudem deutlich häufiger von Wohnungslosigkeit bedroht als Frauen.

Da der Bedarf auch in der Bundeshauptstadt zunimmt, will der Berliner Senat nun neue Notunterkünfte schaffen. Diese sind vor allem in den Wintermonaten überlebenswichtig. Ursprünglich war eine Erhöhung um rund 80 Schlafplätze auf 500 geplant. Nun wollen die Verantwortlichen noch rund 100 Plätze mehr schaffen. Als Hauptursache für die rasch steigende Wohnungslosigkeit wird in Berlin die allgemeine Wohnungsknappheit gesehen. Der Bedarf an Notunterkünften wachse außerdem durch den Zuzug von Wohnungslosen aus Osteuropa. Trotz der milden Temperaturen im November waren die Unterkünfte schon mit 90 Prozent ausgelastet. Zunehmend werden die Unterkünfte von Privatanbietern angeboten. Oft herrschen dort schlechte hygienische Verhältnisse und andere Missstände, obwohl auch diese Betreiber von den Jobcentern und Sozialämtern bezahlt werden.

Wer einmal auf der Straße gelandet ist, hat oft große Schwierigkeiten wieder in ein geregeltes Wohnumfeld zu kommen. Dies ist gerade in größeren Städten ein Problem, da hier oft ein großes Defizit an bezahlbaren Wohnungen herrscht. Geförderter Wohnungsbau ist Mangelware. Auch wenn viele Wohnungslose nicht zwangsläufig auf der Straße schlafen, sondern bei Freunden oder Bekannten unterkommen, haben sie keine eigene Adresse. In Osnabrück und anderen Städten gibt es auch aus diesem Grund sogenannte Tageswohnungen, die Wohnungslosen als Postanschrift dienen. Außerdem stehen meist Waschmaschinen, Duschen oder Schließfächer für Habseligkeiten und Papiere sowie Ansprechpartner zu Verfügung. Sie dient aber vor allem in den kalten Wintermonaten als Ort zum aufwärmen.

 

 

news.immobilo.de

Miete soll auch zukünftig bezahlbar sein

So einigten sich kürzlich CDU/CSU und SPD. Der Gesetzesentwurf liegt vor – nun wird am 07.November 2014 verhandelt. Es geht um die „Mietpreisbremse“! Bisher gab es keine Reglementierung zur Höhe der Miete wenn ein neuer Mietvertrag geschlossen wird, dies soll sich ändern.

Was bewirkt die Mietpreisbremse?

Durch die Mietpreisbremse würde dem unkontrollierten Mietanstieg, gerade in „angespannten Wohnungsmärkten“ wie beispielsweise München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg ein Riegel vorgeschoben. Wo drastische Mieterhöhungen von 20, 30 oder 40 Prozent an der Tagesordnung waren, sind nunmehr nur noch 10 Prozent über dem ortsüblichen Mietspiegel zulässig. Hat die Miete bereits vorher über diesem Satz gelegen, gilt ein Bestandsschutz.

Wer wird „ausgebremst“?

Eine Ergänzung im Mietrechts des BGB macht es möglich: Für die Wiedervermietung von Bestandwohnungen greift die 10 Prozent Regel, nicht aber für Neubauten die erstmalig ab dem 01.Oktober 2014 vermietet werden und Wohnungen die umfassend modernisiert worden sind. Hiermit sollen auch Investitionen in den Wohnungsmarkt weiterhin attraktiv bleiben.

Bis es soweit ist, gibt es noch einiges zu tun

Beispielsweise soll die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2020 die Gebiete, in denen die Begrenzung gilt, definieren. Gleichzeitig ist ebenfalls noch unklar, wie die Kriterien einer „umfangreichen Modernisierung“ aussehen. Derzeit geht man davon aus, dass die Modernisierungsarbeiten mindestens ein Drittel des Neubaus in der selben Lage betragen müssten.

Weitere Entlastungen für Mieter

Insgesamt sollen mehr als 850 Millionen Euro jährlich durch Mietpreisbremse und das „Bestellerprinzip“ eingespart werden – nämlich an der Maklercourtage! Vorgesehen sind Änderungen in der Beauftragung eines Maklers und Wohnungsvermittlung. Wurde üblicherweise die Maklercourtage vom neuen Mieter getragen, soll nun der Eigentümer die Kosten tragen. Es gilt das Prinzip „Wer bestellt, der bezahlt!“

Gleichwohl wird befürchtet, dass Eigentümer vor der bevorstehenden Gesetzesänderung die Mieten erhöhen um die Maklerkosten zu kompensieren.

Ab wann werden die Änderungen gültig?

Das Inkrafttreten der neuen Gesetze ist für die erste Jahreshälfte 2015 geplant. Allerdings sind diese erst wirksam, sobald durch die Länder die entsprechenden Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf ausgewiesen wurden.

Eine Klage gegen die Neuregelungen durch Eigentümerverbände ist wahrscheinlich. Dem Gesetz werden massive Eingriffe in das Eigentumsrecht vorgeworfen.

 

Website:

www.immobild.de

Lieber jetzt als später – Index prophezeit: Günstiger als jetzt wird ihre Traum-Immobilie nie wieder

Günstiger als heute wird die Wunsch-Immobilie kaum mehr zu haben sein. Wann die Chance nutzen – wenn nicht jetzt? Die Prognosen sagen: Schon bald könnte es schwieriger werden, an sein Eigenheim zu kommen.

Quizfrage: Waren die Zinsen in Deutschland vielleicht schon einmal niedriger als heute? Klare Antwort: Nein, so tief standen sie noch nie. Seit mehr als 30 Jahren wird Geld in der Bundesrepublik immer billiger. Unterbrochen nur von zwischenzeitlichen Anstiegen, sind die Zinsen immer weiter gesunken.

Und wenn etwas so lange im eigenen Sinne läuft, dann sollte man dem nicht immer nur zuschauen, sondern die Gunst der Stunde nutzen und aktiv werden. Das gilt für alle, die sich für den Erwerb einer Immobilie interessieren. Nicht weniger als 84 Prozent der Deutschen sind der Überzeugung, dass sich ihr Wohntraum am ehesten im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung verwirklichen lässt, ergab eine Umfrage für den Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Auch drei Viertel aller befragten Mieter würden demnach lieber in den eigenen vier Wänden leben. Kinder verstärken diesen Wunsch noch: Fast 90 Prozent der Mieter mit Kindern träumen vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung.

Den Traum können die Deutschen so gut verwirklichen wie kaum je zuvor – obwohl Wohnungen und Häuser gerade in begehrten Lagen in den vergangenen Jahren schon teurer geworden sind. Das beweist der sogenannte Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbands Deutschlands (IVD). Die Ursache dafür sind vor allem die immer weiter sinkenden Zinsen, aber auch steigende Gehälter. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer Kennzahl zusammen. Je höher diese Kennziffer, desto leichter kann der durchschnittliche Haushalt in Deutschland ein Eigenheim erwerben. Der Index steht fast auf Rekordwert – Kaufen ist also so günstig wie selten zuvor.

 

Ohne Einschränkungen zum Eigentum?

Zu Recht sehen viele angehende Immobilienbesitzer eine gute Gelegenheit, um jetzt zuzugreifen: Mehr Menschen als noch vor einem Jahr rechnen damit, dass sie für den Kauf einer Immobilie ohne finanzielle Einschränkungen auskommen. Das belegt das Immobilienbarometer, eine von ImmobilienScout24 und Interhyp im August durchgeführte repräsentative Studie unter 2000 Immobilieninteressenten.

Knapp zwei Drittel aller Befragten sind davon überzeugt, dass sie sich nach dem Immobilienerwerb nicht finanziell einschränken müssen (62,5 Prozent). 2013 dachten dies noch 54,9 Prozent. „Angehende Eigenheimbesitzer sollten die Gelegenheit jetzt nutzen, um ihre geplante Baufinanzierung gründlich durchchecken zu lassen“, rät Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp, einem der Spezialisten für die private Baufinanzierung.

 

70 000 Euro mehr Haus leisten

Dank der rekordtiefen Zinsen kann man sich jetzt reichlich Haus leisten: Wer heute 800 Euro Miete bezahlt, diese Summe in die Finanzierung und Rückzahlung eines Kredits investiert und zusätzlich 30 000 Euro Eigenkapital mitbringt, bekommt beim aktuellen Zinsniveau von 2,20 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent ein 15-jähriges Darlehen in Höhe von 228 500 Euro. Steigen die Zinsen nur um einen Prozentpunkt auf das Niveau, das vor einem Jahr herrschte, sind nur noch 184 600 Euro Kredit drin. Ein Zinssatz von 4,2 Prozent erlaubt gar nur noch 154 800 Euro Kredit.

 

Vorsicht vor einer schnellen Wende

Anders ausgedrückt: Ein 200 000-Euro-Kredit mit 15 Jahren Zinsfestschreibung zu 2,3 Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung verteuert sich von einer Monatsrate von 715 Euro sprunghaft um fast die Hälfte auf 1048 Euro, wenn das Zinsniveau nur um zwei Prozentpunkte zulegt. 2011 beispielsweise lag das Zinsniveau noch um zweieinhalb Prozentpunkte höher als heute. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, Maßstab für langfristige Zinsen, sprang zwischen 2012 und 2013 schnell einmal um fast einen Prozentpunkt nach oben. Eine Zinswende kann also unerwartet und sehr rasch erfolgen.

Wer sein Wunschobjekt gefunden hat, sollte daher schnell eine Baufinanzierung anpeilen, gratis von den Interhyp-Spezialisten durchleuchten lassen – und dann rasch handeln, wenn alle Parameter passen.

 

Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/kaufen

Tipps für die erste eigene Wohnung

Endlich hat man es geschafft: Die erste eigene Wohnung! Doch bevor man in seine eigenen vier Wände zieht, sollte man sich gut informieren und einige Tipps berücksichtigen:

Bewerberfragebogen

Ein solcher Bogen ist heutzutage die Regel! Hier müssen für den Wohnungseigentümer einige  persönliche Angaben vom potenziellen neuen Mieter gemacht werden. All diejenigen, die sich weigern einen Bewerberfragebogen auszufüllen, haben schlechte Karten, die Wohnung zu bekommen.

Allerdings muss man nur insoweit Auskunft geben, wie der Vermieter ein berechtigtes Interesse daran hat. Dazu zählen beispielsweise auch die monatlichen Einkünfte oder auch die generelle Bonität.

Mietkaution

Ebenfalls die Regel ist eine Mietkaution. Sie umfasst maximal drei Monats-Kaltmieten, die man in drei gleichen Monatsraten zahlen muss. Allerdings ist darauf zu achten, dass man bei einer Kaution immer die dazugehörige Quittung vom Vermieter erhält!

Zudem sollte man die Quittung und den Bankbeleg zusammen mit dem Mietvertrag gut aufheben. Wenn es nach dem Auszug nichts zu beanstanden gibt und keine weiteren Beträge offen sind, dann muss der Wohnungseigentümer die Kaution plus Zinsen spätestens nach sechs Monaten wieder zurückzahlen.

Ruhezeiten

Oft gibt es Probleme mit Lärm und Lautstärke in einem Wohnhaus. Dabei sollte beachtet werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten werden müssen. Sie liegen meist zwischen 13 – 15 und zwischen 22 – 6 Uhr! Renovierungen sollten daher so organisiert sein, dass die geräuschvollen Arbeiten vor 20 Uhr erledigt sind.

Umbauarbeiten

Wenn der Mieter die Wände seiner Wohnung streichen oder Teppich verlegen möchte, dann ist das sein gutes Recht. Er kann frei entscheiden, mit welcher Farbe er die Wände streichen möchte und welcher Boden in seine Wohnung soll.

Bei baulichen Veränderungen braucht er allerdings die Zustimmung des Vermieters.
Umbauten sollte man sich daher vorab schriftlich genehmigen lassen. Andernfalls kann der Wohnungseigentümer verlangen, dass nach dem Auszug der ursprüngliche Zustand der Wohnung wieder hergestellt werden muss. Die Kosten liegen dann aber auf Seiten des Mieters.

Haustiere
Jeder Mieter darf Kleintiere wie Hamster oder Wellensittiche halten. Das ist gar kein Problem. Doch für alle anderen Tiere gelten die Regelungen im Mietvertrag. Besonders bei Hunden muss der Mieter vorher eine Absprache mit dem Vermieter treffen. Denn permanentes, lautes Hundegebell kann zu Beschwerden oder gar Anzeigen führen.

Staffelmiete

Diese Art der Mietregelung legt von vornherein fest, dass sich die Miete regelmäßig erhöht. Nach einem Jahr ist eine solche Anhebung erstmals möglich, allerdings nur beschränkt: So darf die erhöhte Miete maximal 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Im Vertrag müssen zudem die zukünftigen Monatsmieten oder der Steigerungsbetrag geregelt sein.

 

URL der Quelle:

news.immobilo.de/2014/10/24/tipps-fuer-die-erste-eigene-wohnung

Ungewöhnlich wohnen

Hausboot, Feuerwache oder Baumhaus? Einige Menschen bewegen sich in einem ganz anderen Wohnambiente, als der Ottonormalbürger. Oft haben sie sich damit einen Wunsch erfüllt.

Manche Menschen mögen es lieber ungewöhnlich. Bunte Klamotten, Irokesenschnitte und auffällige Tattoos sind aber nicht alles. Mietswohnung oder Einfamilienhaus entsprechen manchmal nicht der Wunschvorstellung. In der Metropolestadt Berlin, in der es sowieso schon verrückter zugeht als anderswo, gibt es zahlreiche Hausboote auf der Spree. Bis auf das leichte Schaukeln, welches die Wasserbewegung mit sich bringt, ist das Hausbootleben aber gar nicht so anders, als in einer Mietwohnung. Die Kosten sind oft ähnlich, nur die Winter sind kälter und im Sommer kann man sich vom Wohnzimmer aus direkt im kühlen Nass erfrischen.

Gebäudeumnutzungen

Sobald die Schulzeit vorbei ist, will man die Schule eigentlich nie wieder betreten. Eine Berliner Rechtsanwältin wohnt sogar in einer, wie die Berliner Zeitung berichtet. Das Flair der alten Zeit ist erhalten geblieben. Stühle und Tische, an denen früher gelernt wurde, sind nun zu einer Essgruppe umgenutzt worden. Verlassene Schals hängen noch auf den Fluren und an den Tafeln stehen lustige Sprüche. So eine Umnutzung, allerdings nur temporär, kommt auch flexiblen Personen zugute, die nicht so viel Miete zahlen und dennoch ungewöhnlich wohnen wollen. Als Hauswächter bewachen sie Schlösser, Feuerwachen und Klöster solange, bis sie wieder vermietet oder verkauft sind.

Wo kreative, junge Köpfe aufeinander treffen, entstehen oft interessante Wohnkonzepte. In einer Berliner WG wird das Konzept des funktionalen Wohnens (FuWo) gelebt. Hier wird alles geteilt. Es gibt keine eigenen Zimmer, diese sind eher nach Funktionen geordnet. Es gibt einen Raum für Anziehsachen. Es kann sich jeder aussuchen, worauf er gerade Lust hat. Nachts schläft man in dem Bett, was gerade noch frei ist, oder einem am Besten zusagt. So verschieden die Wohnkonzepte auch sind, gemeinsam haben sie, dass sie die Bewohner glücklich machen.

Berlins teuerste Bezirke

2281923-kaufpreisspiegel-berlin.jpg

Berliner Eigentumswohnungen werden immer teurer! Besonders die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow sind von der Explosion der Kaufpreise stark betroffen: Hier sind für Immobilienkäufer kaum noch Schnäppchen drin!
 

Denn wer sich eine Wohnung in einem dieser beliebten Bezirke kaufen möchte, der sollte die Taschen ordentlich voll haben: Eine gebrauche Eigentumswohnung kostet hier durchschnittlich mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter!

Anders sieht es hingegen im Bezirk Spandau aus: Wer eine Immobilie im Westen von Berlin erwerben möchte, der findet hier Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von circa 1.049 Euro. Das geht aus dem Kaufpreisspiegel hervor, den die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) veröffentlicht hat. Die Grundlage sind hierbei die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen für Wohnungen in der Größe zwischen 60 und 120 Quadratmetern.

Friedrichshain-Kreuzberg: teuerste Bezirk von Berlin

Demnach werden die höchsten Durchschnittspreise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg verlangt. Hier liegt der derzeitige Quadratmeterpreis bei circa 2.140 Euro. Doch es geht noch besser: Die Spitzenpreise liegen in diesem Bezirk sogar bei 2.649 Euro!

Mitte: liegt auf dem zweiten Platz

Zu dem zweitteuersten Bezirk von Berlin zählt Mitte. Hier gibt es die typischen Angebotspreise von 2.050 Euro pro Quadratmeter, aber auch Höchstpreise von knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Pankow: ebenfall teuer

Ähnlich sieht das Ganze auch in Pankow aus. Die Durchschnittspreise haben sich hier bei 2.250 Euro verankert. Aber es gibt auch Spitzenwerte, in einer Höhe von 2.634 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Pankow mit Friedrichshain-Kreuzberg fast gleich auf.

Die Studie bestätigt zudem, dass in allen drei Bezirken ein Berliner Durchschnittshaushalt mehr als das Sechsfache seines Jahreseinkommens aufbringen, um eine Wohnung aus dem Bestand zu erwerben.

Lichtenberg: eine mögliche Alternative

Wer mit diesen Preis-Entwicklungen nicht mithalten kann, der sollte sich lieber eine Wohnung in einem anderen Bezirk von Berlin suchen. Ein mittleres Preisniveau herrscht beispielsweise in dem Bezirk Lichtenberg. Hier liegt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung bei 1.406 Euro.

Tempelhof-Schöneberg sind mit einem Preis von 1.611 Euro pro Quadratmeter wesentlich preiswerter, als Friedrichshain-Kreuzberg oder auch Mitte.

Auch in Steglitz-Zehlendorf sieht die Wohnsituation derzeit besser aus: Immobilienkäufer müssen hier mit einem Preis von 1.656 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das bedeutet, dass Käufer für eine gebrauchte Eigentumswohnung in Steglitz-Zehlendorf etwa das Vier- bis Fünffache ihres Jahreseinkommens aufwenden müssen.

Zuerst erschienen auf:

news.immobilo.de/2014/10/29/

Widerrufsrecht für Maklerverträge

Neue EU-Richtlinie: Immobilienmakler sind nun dazu verpflichtet ihre Kunden über das Widerrufsrecht aufzuklären. Dennoch richten sich nicht alle Immobilienprofis nach dieser Vorgabe. Sie könnten ihre Provision verlieren.

Durch eine neue EU-Verbraucherrichtlinie, die Mitte Juni in Kraft getreten ist, haben Kunden mehr Rechte bei der Immobilienvermittlung. Die wichtigste Neuerung unter den Richtlinien zur Wohnungsvermittlung betrifft auch Maklerverträge. Entsprechende Umstände erlauben einen Widerruf des Vertrages auch nach Abschluss. Konkret betrifft dies Verträge die entweder nicht in geschlossenen Geschäftsräumen oder über sogenannte Fernwege, beispielsweise E-Mails und Briefe, abgeschlossen wurden. Innerhalb dieses Rahmens steht den Kunden ein befristetes Widerrufsrecht zu, über das sie vom Makler ordnungsgemäß aufgeklärt werden müssen. Dazu gehört auch ihnen ein Widerrufsformular auszuhändigen. Die Widerrufsfrist endet 14 Tage nach Vertragsabschluss, beginnt allerdings nicht ehe der Kunde über selbige belehrt wurde.

Wie gehen Makler damit um?

Bei der Immobilienvermittlung geht es wie in so vielen anderen Bereichen um Transparenz. Für den Kunden ist es wichtig zu wissen, welche Leistungen erbracht werden und wie sich das Vertragsverhältnis aufbaut. Die Neuregelung hat zur Folge, dass sich die Makler nun überlegen müssen, ob sie mit der Arbeit schon vor der Widerrufsfrist beginnen. Gerade im Bereich der Online-Verträge könnte dies zu Problemen führen. Auch wenn eine erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie stattgefunden hat, kann innerhalb der Frist der Vertrag widerrufen werden. Immobilienmakler fürchten nun um ihre Provision. Die Makler haben einen Anspruch auf Wertersatz, wenn der Kunde bei Vertragsabschluss ausdrücklich zugestimmt hat, dass schon vor Ablauf der Frist mit der Suche nach einer geeigneten Immobilie beginnen soll.

Eine Befragung durch das Immobilienportal Immonet ergab allerdings, dass rund 19 Prozent der Immobilienmakler ihre Kunden nicht über das Widerrufsrecht aufklären wollen. Dadurch verlängert sich das Widerrufsrecht automatisch um ein Jahr. Also könnten Kunden auch lange nach ihrem Einzug den Vertrag widerrufen und die Provision zurück verlangen. Die zweiwöchige Frist abzuwarten wird hingegen im schnelllebigen Immobilienalltag nicht praktikabel sein. Solange der Kunde aber der Aufnahme des Geschäfts vor Ablauf der Frist zustimmt und er ordnungsgemäß über seine Rechte belehrt wurde, entstehen auf beiden Seiten keine Probleme.

Aufatmen für alle Weltenbummler – Untervermietung darf nicht verweigert werden

2271916-untervermietung-bgh.jpg

Ist es möglich eine Mietwohnung während eines längeren Auslandsaufenthaltes unterzuvermieten? Ja, urteilt jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Denn die im Job geforderte Flexibilität dürfe nicht zu Lasten der Mieter fallen.

Im Beruf wird immer mehr räumliche Flexibilität erwartet. Studierende können und sollen während des Studiums ein Auslandssemester absolvieren und auch im Job sind längere Auslandsaufenthalte oft an der Tagesordnung. Doch was passiert mit der Wohnung, während man Außerlandes weilt?

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) hat nun im Falle eines Ehepaars aus Hamburg geurteilt. Während eines auf vier Jahre befristeten Auslandaufenthalts wollte dieses seine Wohnung in Hamburg teilweise untervermieten, um später wieder dahin zurückkehren zu können. Einen Raum behielten sie als Lagerraum für ihre Möbel und als eventuelle Übernachtungsmöglichkeit. Ihr Vermieter wollte die Untervermietung der Wohnung allerdings nicht erlauben, mit der Begründung, die Familie würde sich gar nicht mehr in der Wohnung aufhalten.

Recht auf teilweise Untervermietung darf nicht verwehrt werden

Nach Paragraf 553 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) darf eine Mietwohnung teilweise untervermietet werden, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse daran hat „einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauche zu überlassen“. Der BGH erklärte zum aktuellen Fall, dass die Voraussetzungen des Paragrafen 553 erfüllt seien, sobald ein Zimmer einer größeren Wohnung zur Nutzung durch die eigentlichen Mieter vorgesehen sei. Deshalb hätte der Vermieter im vorliegenden Fall die Untervermietung nicht verwehren dürfen. Den Mietern wurde deshalb vom Gericht ein Schadensersatz in Höhe der für den Zeitraum angefallen Mietkosten zugesprochen.

Der Anwalt des Paares betonte noch einmal, dass das Ehepaar die Wohnung nur für den Zeitraum des Auslandsaufenthaltes aufgeben wollte, um danach wieder seinen Lebensmittelpunkt dahin zurückverlegen zu können. Auch der Deutsche Mieterbund begrüßte das Urteil und befand es für „gerecht und praxistauglich“, so FR Online.

Mietern darf demnach eine teilweise Untervermietung ihrer Wohnung nicht verweigert werden, sonst haben sie einen Anspruch auf Schadensersatz. Die Vollständige Untervermietung hingegen ist in Paragraf 540 geregelt. Bei Verweigerung hat der Mieter hier nur das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.

 

Seite besuchen:

http://news.immobilo.de/2014/09/24/

Markt für Wohnimmobilien verzeichnet stabile Entwicklung

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien verzeichnet trotz schwächelnder Konjunktur weiterhin einen Aufwärtstrend. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise für Wohnimmobilien konnten in 2012 zulegen, allerdings in geringerem Maße als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zum deutschen Wohnimmobilienmarkt, die kürzlich von der HSH Nordbank veröffentlicht wurde.

Abschnitte dieses Artikels:

Mietpreisentwicklung bundesweit

Für die Studie „Marktkonferenz Wohnimmobilien Sommer 2013“ untersuchte die HSH Nordbank die Entwicklung der Preise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt im vergangenen Jahr. Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf 14 deutschen Großstädten. Für die Städte Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Leipzig, München, Potsdam, Rostock, Schwerin und Stuttgart wurden sowohl die jeweiligen Marktentwicklungen innerhalb des Jahres aufgezeigt, als auch ein Ausblick auf die zukünftig zu erwartenden Entwicklungen der jeweiligen Märkte gegeben.

Mietpreise besonders in Ballungszentren gestiegen

Insgesamt konnte der Mietmarkt in Deutschland 2012 eine positive Preisentwicklung verzeichnen. Der stärkste Preisanstieg konnte im Bereich der Erstbezugsmieten verzeichnet werden. So kletterten die Mietpreise bei erstmaligem Bezug einer Wohnung vergangenes Jahr im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent. In Ballungszentren lag der Preisanstieg für Erstbezugsmieten aufgrund der starken Nachfrage sogar bei 6,0 Prozent. Die Bestandsmieten legten im Vergleich zu 2011 bundesweit um durchschnittlich 3,6 Prozent zu, in den Ballungsräumen stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent. Im Städtevergleich der Bestandsmieten konnte in Bremen mit einem Plus von 8,7 Prozent der größte Zuwachs verzeichnet werden. Knapp gefolgt von Düsseldorf mit einer Preissteigerung von 8,3 Prozent und Stuttgart, wo die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zulegen konnten. In den kommenden Jahren sei laut Studie mit einer Abschwächung der Mietsteigerungen zu rechnen. Denn die zu erwartende Abschwächung der Nachfrage werde in Kombination mit verstärktem Wohnungsbau für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

 

Original-Quelle:

http://www.immobild.de/markt-fuer-wohnimmobilien-verzeichnet-stabile-entwicklung